Stendal (mr) l In der Diskussion um die Manipulation der Briefwahl geht der Stendaler CDU-Vorstand auf Distanz zu seinem ehemaligen Mitglied Holger Gebhardt: "Es handelt sich hier um das eigenmächtige Handeln einer Person, die die jahrzehntelange erfolgreiche, solide und verlässliche Arbeit der CDU und vieler ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in Misskredit gebracht hat", heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Christdemokraten erwarten jetzt eine "zügige und lückenlose Aufklärung aller Unregelmäßigkeiten" und sprechen sich für eine Neuwahl aus. Diese soll nach ihrer Ansicht mit der Oberbürgermeisterwahl gekoppelt sein.

Unter der Überschrift "Neustart muss möglich sein" wehrt sich der CDU-Stadtvorstand zugleich dagegen, "das Fehlverhalten eines Einzelnen als Fehlverhalten einer ganzen Partei darzustellen". Wer so argumentiere, "verhält sich undemokratisch und bedient durch populistische Stimmungsmache eventuell eigene parteipolitische Zwecke".