Was der Theaterförderverein alles bewirkt und bewegt, erfuhren die Mitglieder und Gäste auf der Versammlung am Freitagabend. Zu Gast war Intendant Alexander Netschajew, der die Arbeit des Vereins würdigte.

Stendal l Was auf der Versammlung der Theaterförderer erst zum Schluss besprochen wurde, soll hier gleich zu Beginn verraten werden: In dieser Spielzeit wird es statt bislang nur eines Theaterpreises für den besten Schauspieler noch einen zweiten geben - und zwar für die beste Inszenierung. "Diese Idee kommt von unserem Mitglied Herrn Jaspers aus Hamburg", verriet Vereinsvorsitzende Daniela Frankenberg, "und wir finden, das ist eine schöne Anerkennung für die Regisseure, die eine ganz hervorragende Arbeit leisten."

Dieser neue Preis ist mit 2000 Euro dotiert, was sich nun auch auf die Höhe des Schauspieler-Preises auswirken wird, der bislang mit 500 Euro dotiert war. "Das wollen wir neu aushandeln", sagte Frankenberg. Das Geld für den Schauspielerpreis kommt allein durch Spenden zusammen - Gaben, in welcher Höhe auch immer, sind deshalb noch willkommen.

Die Preisverleihung soll am Sonntag, 7. Juni, im Großen Haus nach der Aufführung von "Maske in Blau" stattfinden. Und ein abendliches Fest soll sich dem anschließen.

Für TdA-Intendant Alexander Netschajew ist die Arbeit des Vereins unabkömmlich. "Es würde ganz vehement auffallen, wenn es den Verein nicht gäbe. Es ist wichtig, dass Menschen aus der Bürgerschaft das, was das Theater macht, wertschätzen und es nach außen tragen." Der ganz große Wert dieses Förderkreises sei, "dass er Dinge bewegt, die über den offiziellen investiven Bereich nur sehr behäbig gingen".

Wofür genau die "Freunde und Förderer des Theaters der Altmark" sich im vorigen Jahr einsetzten, berichtete Vereinsvorsitzende Daniela Frankenberg anhand einer 14 Stichpunkte umfassenden Liste: Die reichte vom Projekt "Anstoß", bei dem Kinder aus dem MAD-Club und aus dem Asylbewerberheim gemeinsam mit einem Regisseur ein Stück erarbeitet hatten, über die finanzielle Unterstützung der Altmärkischen Schultheatertage, der Spielzeitheft-Fotos und des Theaterbusses, über die Anschaffung von Klavierhockern, Mischpult, Licht- und Bühnentechnik bis hin zur Beteiligung an der Gestaltung des Theaterhofs für die Aufführung von "Ritter Roland" sowie am Heimatfest, am Freiwilligentag und dem Verkauf von Fanartikeln.

Insgesamt haben die Theaterförderer im vorigen Jahr 7500 Euro Spenden und rund 4400 Euro an Mitgliedsbeiträgen eingenommen. Auf letztere Zahl bezogen, sagte Kassenprüferin Gudrun Wilke erfreut: "Das sind fast 1000 Euro mehr als im Jahr 2013."

Als Ausblick erwähnte Frankenberg zum einen die "Ritter Roland"-CD, die im Sommer erscheinen soll, und die Beteiligung am Leader-Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Theatervorplatzes.

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