Stendal l Eines vorweg: Uwe Harms, Landtagsabgeordneter der CDU, steht für eine erneute Kandidatur bereit. "Ich habe die Entscheidung unter anderem nach Gesprächen mit meiner Mannschaft bewusst getroffen", sagte Harms gegenüber der Volksstimme. Positiv bestärkt, im Frühjahr 2016 wieder anzutreten, hätte ihn am Dienstag auch der Kontakt mit den Bürgern, als er auf dem Markt in Gardelegen den Bürgern Rede und Antwort gestanden habe. "Dazu hatte ich deutlich sichtbar einen CDU-Stand aufgebaut und den Fraktionsvorsitzenden Andre Schröder eingeladen." Dabei seien viele interessante Themen angesprochen worden. Ihm habe der Tag bei der Entscheidung über eine weitere Landtagskandidatur geholfen. Demnächst würde die CDU-Basis eine Entscheidung darüber treffen und in einem Jahr zählten die Stimmen der Bürger bei der Landtagswahl. Spannend wird dabei die Frage sein: CDU oder Linke, mit wem wird die SPD das Land Sachsen-Anhalt regieren?

Zur Landespolitik und der Debatte um die Hochschulen: "Auch wenn einige Studenten lieber demonstrieren, anstatt zu studieren, werden sich die Hochschulen und Universitäten weiter verändern müssen", sagt Harms. Als hochschulpolitischer Sprecher seiner Fraktion seien die vergangenen drei Jahre eine große Herausforderung gewesen. Alle Rektoren hätten inzwischen Vereinbarungen mit dem Land abgeschlossen und die Regierung hat einen entsprechenden Hochschulstrukturplan verabschiedet. Damit sei der Rahmen für die weitere Entwicklung festgelegt worden und auch die Wissenschaft lerne Haushaltsdisziplin schätzen. "Jetzt sollten wir gemeinsam die berufliche Bildung stärker in den Fokus stellen. Dabei geht es um die Attraktivität unserer Berufsschulen und der Lehrstellenangebote", fordert der CDU-Politiker. Denn Facharbeiter und Meister bildeten die Basis für alle wirtschaftlichen Erfolge. Fleiß und Ordnung, Ausdauer und Pünktlichkeit würden dabei helfen. Dank verdienten die Eltern, die die Grundlage dieser Erziehung legten.

Kritisch sieht Harms, dass in Magdeburg oft ellenlang über Einzelthemen diskutiert werde. Und die Opposition lieber über die Freigabe von Cannabis rede, anstatt über Recht und Ordnung.