Stendal l Susanne Imeri strahlt über das ganze Gesicht. Sie hat auch allen Grund dazu. Denn am Donnerstagabend trat ihre Tochter Katja Moslehner beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) mit "Faun" in Hannover auf.

Das besondere aber ist, dass die 33-jährige Katja in Stendal geboren und aufgewachsen ist. Sie verbrachte hier ihre Kindheit und hat am Comenius-Gymnasium ihr Abitur absolviert. Jetzt ist sie Sängerin der Folkband. Zahlreiche Auftritte und sogar eine große Tour durch Deutschland sind geplant. Mutter Susanne, die im Theater der Altmark in der Requisite arbeitet, ist mächtig stolz. "Natürlich hat die ganze Familie vor dem Fernseher mitgefiebert. Wir sind total stolz", erzählt sie.

Auch wenn Katja und ihre Band nach der ersten Runde ausgeschieden sind, ist es für Susanne Imeri trotzdem ein schönes Gefühl, ihre Tochter im Fernsehen gesehen zu haben - und das bei einer der größten Shows Deutschlands. "Der Auftritt war toll und sie sah wirklich gut aus." Katja hat schon früher viel Musik gemacht und ist in der Welt viel herumgereist, aber es zog sie 2004 nach Berlin - bis heute.

Mittlerweile kommt die Sängerin nicht mehr so oft nach Stendal, meistens zu Feiertagen wie Ostern und Weihnachten. Ansonsten verfolgt ihre Mutter die Facebook-Seite der Band. Sie möchte natürlich wissen, was ihre Tochter und deren Bandkollegen alles erleben. Kennengelernt hat Katja die Band 2013 auf einem mittelalterlichen Markt in Berlin - und die Musiker suchten gerade eine neue Sängerin. Sie bewarb sich und wurde angenommen. Seitdem ist sie ein "Faun".

Die Gruppe wurde im vergangenen Jahr sogar für den Musikpreis Echo als "Gruppe national Rock/Pop" nominiert. Momentan sind sie auf Tour und am 12. April in Magdeburg live zu erleben. "Ich versuche auf jeden Fall dort hinzugehen, wenn es zeitlich bei mir passt. Ich mag die Musik und höre mir die Songs gerne an", sagt die stolze Mutter.

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