Mit einem Informationstag macht das Johanniter-Klinikum Stendal auf das Thema Dickdarmkrebs aufmerksam. Am Sonnabend, 9. April, stehen Mediziner und andere Fachleute mit Vorträgen, Tipps und Erläuterungen zur Verfügung.

Stendal. Ein Thema, über das vermutlich niemand gern redet, das aber viele betrifft: Dickdarmkrebs. Rund 70 000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu, zirka 30 000 Erkrankte sterben pro Jahr daran. Dickdarmkrebs ist geschlechtsunabhängig die am häufigsten vorkommende Krebsart.

Das Johanniter-Krankenhaus in Stendal möchte sich daher mit einem Informationstag zum Thema Darmkrebs den bundesweiten Bemühungen im Kampf gegen diese häufigste Art der Krebserkrankung anschließen und die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren.

Konkret soll dies mit einem Informationstag am Sonnabend, 9. April, im Johanniterklinikum Stendal passieren. Die offizielle Eröffnung erfolgt um 10 Uhr im Mutterhaus-Saal, anschließend stehen Experten mit Erklärungen, Informationen und Ratschlägen zur Verfügung. Sie geben zudem Einblick in den Stand der Versorgung. "Als Schwerpunktkrankenhaus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg halten wir die komplette Versorgungsstruktur vor", sagt Krankenhaussprecher Thomas Miehe.

Teilnehmen werden Vertreter des Pflegediensts, der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie, des Zentrums Innere Medizin, der Gastroenterologie, der Palliativmedizin der Klinik für Hämatologie und Onkologie, des Zentrums für Ultraschallmedizin, der Klinik für Radiologie, der Klinik für Strahlentherapie, des Hospizes und des Sozialdienstes.

Info-Stände, Modelle, Fachvorträge

Die Rehabilitationsfachklinik für Onkologie Kalbe ist ebenso vertreten wie eine Stendaler Praxis für Pathologie.

Die genannten Fachvertreter stehen durch Präsentation ihrer Fachbereiche, teilweise an Ständen oder Modellen, teilweise in Untersuchungs- oder Behandlungsräumen sowie auch durch kurze Fachvorträge allen Besuchern bis 14 Uhr zur Verfügung.

Verständlich und im buchstäblichen Sinne vor Augen geführt werden Darmerkrankungen und ihre Symptome sowie die organischen Veränderungen zudem in einem begehbaren Darmmodell. Laut der Felix-Burda-Stiftung München, die diesen großen luftgefüllten "Wurm" zur Verfügung stellt, handelt es sich um das größte begehbare Modell eines menschlichen Darmes in Europa.

Dickdarmkrebs ist eine bösartige Erkrankung der letzten etwa 1,50 Meter des menschlichen Verdauungstraktes. Tückisch ist diese Krebsform dadurch, dass sie lange Zeit keinerlei Krankheitszeichen verursacht. Die Erkrankung ist meist ab dem 50. Lebensjahr, bei entsprechender Veranlagung aber auch schon wesentlich früher zu finden. "Dank etablierter Vorsorgemaßnahmen können Vorstufen rechtzeitig durch Untersuchungen gefunden und behandelt werden", so Krankenhaussprecher Thomas Miehe. Auch frühe Krebsstadien seien 100-prozentig heilbar.

"Unser Anliegen ist es, der interessierten Bevölkerung zu zeigen, dass Darmkrebs vermieden, bei einer Erkrankung aber auch umfassend vor Ort behandelt werden kann", betont Miehe.