Der Tag der offenen Tür war gestern. In diesem Jahr bietet die Hochschule erstmalig dreitägige Campus Days an. Vom 6. bis 8. Mai sollen potenzielle Studenten und ihre Eltern aus ganz Deutschland nach Stendal gelockt werden, um die Hochschule, aber auch Stadt und Region kennenzulernen.

Stendal. Zu einem Kurzurlaub in Stendal will die Hochschule zusammen mit der Stadt und dem Landkreis die Familien von potenziellen Studenten verführen. Die Campus Days vom 6. bis 8. Mai am Hochschulstandort Stendal – in Magdeburg sind sie eine Woche später – sind ein Angebot, das sich vor allem an Schüler und deren Eltern in anderen, vorwiegend westlichen Bundesländern richtet.

"Statt des Tages der offenen Tür vergangener Jahre wollen wir dazu einladen, ein ganzes Wochenende hier zu verbringen und die Hochschule, die Stadt und die Region rüberbringen", sagte Prorektor Prof. Wolfgang Patzig gestern auf einer Pressekonferenz. Das reicht von einem Empfang beim Stendaler Oberbürgermeister über den Tag der offenen Hochschultür und verschiedene Ausflugsangebote bis zu einer Theatervorstellung und schließlich zur Stendaler Kneipennacht (das gesamte Programm siehe gelber Kasten). Doreen Falke vom Büro für regionale Zusammenarbeit der Hochschule schnürt wunschgerechte Wochenendpakete und organisiert Hotel-übernachtungen in verschiedenen Preiskategorien.

Auch wenn der Hochschulstandort Stendal mit seinen derzeit fast 2000 Studierenden noch keine Nachwuchssorgen hat – Hintergründe für die Aktion sind der bevorstehende Rückgang der Zahl der jungen Leute im Studienalter in Ostdeutschland auf der einen Seite und die demgegenüber wachsende Zahl Studienberechtigter in Westdeutschland, verursacht unter anderem durch doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht. "Studieren in Fernost" lautet deshalb eine bundesweite Werbekampagne für die vergleichsweise modern ausgestatteten und von hoher Qualität der Lehre gekennzeichneten Hochschulen in Ostdeutschland.

Alle Beteiligten hoffen, den Appetit nicht nur auf die in Stendal angebotenen Studiengänge, sondern auch auf die Stadt und die Altmark wecken zu können. "Wir können zwar mit den großen Metropolen nicht mithalten", sagt OB Klaus Schmotz. "Aber Stendal hat seinen eigenen Charme. Und den wollen wir deutlich rüberbringen."