Die Jugendbühne während des 15. Altmärkischen Heimatfestes findet statt, allerdings in leicht abgespeckter Form. Das teilten die Verantwortlichen gestern in einem Pressegespräch mit. Außerdem gaben sie einen Ausblick in die kulinarische Welt des Massenspektakels und stellten die neuen Fahnen der Stadt vor.

Arneburg. "Wir können die Bands nicht im Regen stehenlassen", sagte Silvio Schulz von Local Heroes aus Salzwedel. In der vergangenen Woche hatte er sich als Projektkoordinator des Nachwuchswettbewerbes von der Organisation der Jugendbühne zurückgezogen, da die Finanzierung nicht gesichert war (Volksstimme berichtete am Mittwoch). "Wir hatten unterschiedliche Herangehensweisen an die Organisation eines solchen Festivals", räumte Maik Braschwitz vom Organisationsteam des 15. Altmärkischen Heimatfestes ein. Trotz dieser Irritationen haben die Stadt und Local Heroes einen Konsens gefunden.

Statt geplanter 20 Gruppen kommen nun noch 15 Bands nach Arneburg und bieten am Freitag, 13. Mai, und am Sonnabend, 14. Mai, auf der Bühne hinter der Sporthalle gerade für die junge Generation ein ansprechendes Programm. Die Festivalorganisation übernimmt David Steinke. Der 23-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit und hat bereits einige Erfahrungen bei der Organisation von Musikfestivals gesammelt. Silvio Schulz unterstützt ihn dabei, um dem gemeinsamen Ziel, den altmärkischen Bands ein Podium zu geben und die Vielfalt ihrer Musik nach außen zu tragen, auch gerecht zu werden.

Flagge zeigten die Organisatoren damit nicht nur für die Jugend, sondern auch im wörtlichen Sinne. "Zu meiner Amtsübernahme hatten wir nur ein Siegel und ein Wappen, jetzt haben wir endlich eine Fahne", sagte das Stadtoberhaupt. Vier der großen weiß-roten Fahnen und 40 kleine Exemplare wurden extra für das Heimatfest angefertigt. Sie können ab sofort im Tourismusbüro der Stadt erworben werden.

Neuigkeiten für das Fest gab es gestern auch von der Essensfront. "Es gibt nichts, das es nicht gibt", sagte Braschwitz und verwies auf die kulinarische Übersicht. Egal ob altmärkische Spezialitäten wie Hochzeitssuppe oder Spargel, Fisch- und Räucherwaren, kulinarische Leckerbissen aus anderen Landesteilen wie Thüringen, Schwaben oder sogar aus Ungarn, der Besucher hat die Qual der Wahl. Auch Durstige kommen mit Bowle, verschiedenen Weinen oder anderen Getränken nicht zu kurz.

Bier wird jedoch nicht nur getrunken, sondern fassweise auch gerollt. So wird Arneburg während des letzten Heimatfesttages eine von vielen Stationen für einen Weltrekordversuch im 30-Liter-Fassrollen sein. Die Arbeitsgemeinschaft Elbröwer will das Fass über eine Strecke von 950 Kilometern von Bad Schandau bis nach Cuxhaven rollen. In Arneburg werden die Weltrekordler am Sonntag gegen 18 Uhr erwartet.

Bis dahin ist der große Festumzug bereits gelaufen. Die Strecke der über 300 Teilnehmer wurde zu Beginn der Woche mit Unterstützung des Handelshofes Stendal mit einem großen LKW befahren. "Wir kamen überall gut durch", sagte Maik Braschwitz. Der Festumzug erzählt in 23 verschiedenen Schaubildern die Geschichte der Elbestadt und findet am Sonntag, 15. Mai, von 12 bis 14 Uhr statt.

Das große Finale des 15. Altmärkischen Heimatfestes findet von 16 bis 18 Uhr mit Chören und Tanzgruppen auf der Marktbühne statt. Dann wird auch der Staffelstab an die Organisatoren des 16. Heimatfestes übergeben. "Wer es sein wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen", so Riedinger.