Renate Heine präsentiert am Sonntag ihren Buchs-, Exoten- und Staudengarten in Kläden der Öffentlichkeit. Von 10 bis 18 Uhr kann im Fliederweg neben der Pflanzenvielfalt auch Getöpfertes und Geschmiedetes bewundert werden.

Kläden. Renate Heine pflückt eine Frucht von ihrem Kumquat und bietet sie zur Verkostung an. "Die können Sie mit der Schale essen", erklärt die Klädenerin dem Autor dieses Artikels. Die Schale selbst schmeckt herb-süßlich, das Fruchtfleisch sauer – eine bemerkenswerte Kombination, der Gaumen freut sich. "In diesem Jahr hatte die Kumquat einen reichen Fruchtbesatz", erzählt Renate Heine. "Da waren bald 200 Früchte dran."

Apfelbeere blüht zum ersten Mal

Neben der Kumquat (stammt aus Asien; auch als Zwergorange oder Zwergpomeranze bezeichnet) hat Renate Heine weitere Exoten in ihrem Garten: Mandarine, Banane, Freiland-Zitrone, Maibeere und eine Apfelbeere, die in diesem Jahr zum ersten Mal blüht. Neben den exotischen Gewächsen, die Renate Heine wie selbstverständlich in ihrem altmärkischen Garten aufzieht, sind auch etliche Stauden und 25 Buchsbaumsorten in dem nur 350 Qua-dratmeter großen Areal untergebracht.

Renate Heine ließ die Öffentlichkeit erstmals 1998 in ihren Garten. Seitdem strömen die Gartenfreunde regelrecht und -mäßig in den Klädener Fliederweg, lassen sich inspirieren, tauschen sich aus oder nehmen sogar ein Pflänzchen mit. Am Sonntag bietet Renate Heine unter anderem rosenblütige Geranien in Weiß und Rot zum Mitnehmen an. "Eine echte Rarität", erklärt die Hobby-Gärtnerin. "Die bekommt man nirgends zu kaufen, nicht einmal auf der Bundesgartenausstellung", ist sich die Klädenerin sicher.

Zu einigen Gartenbesuchern hält Renate Heine auch außerhalb der "Öffnungszeiten" Kontakt. Eine Familie aus Magdeburg hatte vor Jahren einen Muskateller-Salbei aus Kläden mitgenommen. Ein Foto von dem Muskatsalbei erreichte Renate Heine als Ansichtskarte mit den Zeilen "Wir haben viel Freude an der Pflanze".

Wenn Renate Heine ihren Garten öffnet, wird sie von der ganzen Familie unterstützt. Ehemann und Kinder stehen ihr zur Seite. Zum Verweilen stehen morgen wie gewohnt Sitzgelegenheiten sowie Kaffee und Kuchen bereit. Zudem werden sich im Klädener Fliederweg auch Marita Spanier, Hobby-Töpferin aus Goldbeck, sowie ein Kunstschmied aus Schleswig-Holstein präsentieren.

Drei Gärten aus der Region beteiligt

An insgesamt fünf Sonntagen in den Sommermonaten öffnen im Rahmen der Aktion des Tourismusverbandes Altmark 41 private Gärten ihre Pforten. Darunter auch drei in der Region der Einheitsgemeinde Bismark (siehe Infokasten). Renate Heine macht am Sonntag den Anfang.