Stendal ( ro ). Aus dem Beachclub " Mister X " auf dem Gelände der ehemaligen Hansa-Brauerei wird nichts. Nach einer mündlichen erreichte die Betreiber des Fitnesscenters Luxor, die für ihr Vorhaben die benachbarte Brauereibrache gepachtet haben, gestern auch die schriftliche Ablehnung des Ordnungsamts der Stadt Stendal. Begründet wird sie in erster Linie mit der, wie es im Schreiben aus dem Rathaus heißt, " Schutzbedürftigkeit der Nachbarschaft in einem allgemeinen Wohngebiet ". Wie berichtet, plante das Team um Geschäftsführer Fabian Schubert auf einer aufgeschütteten Sandfläche einen Strandbetrieb mit Biergarten, Beachvolleyball, Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft und einigen Veranstaltungen mit Musik.

Oberbürgermeister Klaus Schmotz bedauerte gestern im Gespräch mit der Volksstimme die Entscheidung. " Ich finde die Idee wirklich gut ", sagte er. " Aber es ist schlichtweg der falsche Ort. " An dieser Stelle, unweit von Hospiz und Krankenhaus, könne das Vorhaben aus rein rechtlichen Gründen nicht genehmigt werden. Abgesehen von den Musikveranstaltungen würden allein schon 200 Leute in einem Biergarten eine die Anwohner störende Geräuschkulisse bilden.

Groß ist die Enttäuschung bei den Betreibern, die bereits Vereinbarungen, unter anderem mit Veranstaltungsagenturen und dem Theater der Altmark, geschlossen haben. " Wir haben bereits seit 2006 einen genehmigten Biergarten auf unserem Gelände. Bisher gab es noch nicht eine Beschwerde von Anwohnern ", so Schubert gestern zur Volksstimme. Das neue Vorhaben habe lediglich einen anderen Namen und eine andere Aufmachung. Schubert : " Es sollte eine sehr hochwertige Sache werden, eine Oase der Ruhe – bis auf die Sonderveranstaltungen, die aber alle um 22 Uhr geendet hätten. " Auf jeden Fall werde er den genehmigten Biergarten weiter betreiben, wenn auch nicht auf der Brauereifläche. Für die geplanten Sonderveranstaltungen prüfe er noch Ausweichorte, möglicherweise außerhalb Stendals.