" Die Welt wird schöner mit jedem Tag / Man weiß nicht, was noch werden mag, / Das Blühen will nicht enden. / Es blüht das fernste, tiefste Tal : / Nun, armes Herz, vergiss der Qual !/ Nun muss sich alles, alles wenden. " Diese Verse voll Zuversicht und aufkeimender Lebensfreude formulierte Ludwig Uhland 1812 in seinem Gedicht " Frühlingsglaube ". Und kaum schöner kann man in Worte fassen, welche Gefühle die Menschen im Frühling durchströmen, wenn die Natur wieder erwacht und mit ihr der Frohsinn und die Leichtigkeit, die uns vor die Türen ziehen. Sei es, um am plätschernden Brunnen zu verweilen oder durch die Knospentunnel der Bäume zu flanieren. Radfahrer am Westwall und Bastienne Jantoss am Haacke-Brunnen genießen den " holden, belebenden Blick " des Frühlings, wie ihn Goethe wohl einst empfand. Fotos : Susanne Moritz