Stendal ( fe ). Ein Stollen sorgt für reichlich Leben im Evangelischen Hospiz in der Stendaler Wendstraße. Vor Weihnachten hatten die Frauen und Männer des Rotary Clubs der Stadt ihren traditionell längsten Weihnachtsstollen der Altmark unter die Weihnachtsmarkt-Leute gebracht. " Der war nach gut einer Stunde weg ", erzählt der oberste Rotarier Hartmut Hotopp von jenem vorfestlichen Markt, auf welchem außerdem noch allerlei Trödel und Glühwein die Besitzer wechselten, was Hotopp noch heute glänzende Augen verleiht : " Unsere Frauen haben da richtig losgelegt, damit wir für das Hospiz viel Geld sammeln konnten. "

Pfarrer Ulrich Pauslen glänzte freudig mit ; er konnte aus dem Erlös der Rotarier 2050 Euro für seine Einrichtung in Empfang nehmen. " Das hilft uns wirklich sehr, denn wir haben jährlich einen Berg von um die 60 000 Euro Spenden zu erklimmen. " Und da sei dieses Geld äußerst wichtig. Paulsen betonte, das Geld käme in den allgemeinen Topf des Hospizes, in welchem derzeit alle acht Betten belegt seien. " Wir müssen immer noch zehn Prozent für jeden einzelnen Bewohner zugeben, das ist über die Pflegesätze nicht abgedeckt. " Hotopp und die Seinen unterstützen das Hospiz seit nun acht Jahren. " Es ist uns ein Bedürfnis, Menschen gerade in solchen Situationen zu helfen. "

Für die weiter notwendige Aufklärung über seine Arbeit und die seiner Mitarbeiter sei so ein Spende wichtig, sagt Pauslen. " Noch immer ist der Tod und damit das Hospiz mit Tabus belegt. " Dabei ist eines klar : Wenn das Leben mit dem Tod endet, dann gehört der Tod zum Leben – und damit das Sterben.

Ein Grund auch für den Automobilclub Stendal, dem Hospiz gestern 450 Euro zu spenden und es so ein Stück aus der Tabuzone zu holen.