Das Ziel steht : Bis Ostern sind die Winterspuren aus dem Stadtbild getilgt. Spätestens zum letzten März-Wochenende will Stendals Stadtverwaltung die Stadt sauber haben. Dabei zählt sie darauf, dass sowohl die großen Wohnungsvermieter als auch die privaten Grundstücksbesitzer mitziehen.

Stendal. Am Tisch des Tiefbauamtes in der Moltkestraße war man sich gestern einig. Die Stadtverwaltung und die großen Wohnungsvermieter wie SWG, WBGA und Fortera wollen an einem Strang ziehen, um bis spätestens zum letzten März-Wochenende die erheblichen Spuren des langen Winters aus dem Stendaler Stadtbild zu tilgen. " Dabei kann es sich nur um eine Gemeinschaftsaufgabe handeln ", sagte Tiefbauamtsleiter Rainer Burmeister, Gastgeber der Beratung in Sachen Frühjahrsputz. " Die öffentliche Hand allein kann das nicht schaffen. " Neben den Großvermietern seien auch die privaten Haus- und Grundstücksbesitzer gefordert, ihrer Reinigungspflicht nachzukommen. Per Postwurfsendung haben Tiefbau- und Ordnungsamt in den vergangenen Tagen die betroffenen Anlieger auf den Frühjahrsputztermin aufmerksam gemacht.

In diesem Frühjahr ist besonders viel Winterschmutz von Straßen, Plätzen und Gehwegen zu kehren. Allein der Bauhof hat 190 Tonnen Salz und 120 Tonnen Splitt über die ganze Stadt verteilt ; hinzu kommen noch 12 Tonnen Splitt und 8 Tonnen Salz, die von der Stadt beauftragte Firmen gegen die Winterglätte ausbrachten. " Das kann nicht in drei Tagen beseitigt werden ", bat Frank Hoedt, für die Grünflächen zuständiger Sachgebietsleiter, die Stendaler um Verständnis. Den Wohnungsbauunternehmen und den vielen Grundstückseigentümern, die ihrer Reinigungspflicht seit Jahren nachkommen, dankte er schon mal vorab.

Die Stadt habe nach der Schneeschmelze mit dem planmäßigen Kehren begonnen. Wenn auch noch etwas verhalten, wie Hoedt sagte, um bei der noch nicht gebannten Raureif- und Überfrierungsgefahr nicht gleich wieder Splitt streuen zu müssen. Doch es bleibe dabei : Bis Ostern soll die Stadt sauber sein. Die Gartensparten machte er darauf aufmerksam, dass sie für die Abfuhr von Baum- und Strauchschnitt selbst verantwortlich seien. Diese Abfälle dürften nicht auf öffentlichen Flächen abgelagert werden. Mit Hilfe von zwei extra zusammengestellten Arbeitsgruppen sei auch der Hundekot weitgehend beseitigt. Burmeister : " Aber das muss Sache des Tierhalters bleiben. "