Stendal. Er ist der Tag im Jahr, an dem Pädagogen aus der Altmark nach Stendal strömen, um sich fortzubilden – der " Altmärkische Lehrerinnentag " der Kreisverbände Stendal und Salzwedel der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ), der sich trotz des irritierenden Namens natürlich auch an männliche Pädagogen wendet. Und nicht nur sie kamen. Auch Gäste aus Niedersachsen waren am Sonnabend unter denen zu finden, die sich in die Teilnehmerlisten des 14. derartigen GEW-Fortbildungstages im Winckelmann-Gymnasium eintrugen. Ebenso wie Studenten aus Bremen, Magdeburg, Berlin oder Hannover. " In der Regel sind das Altmärker, die dort studieren und unser Angebot aus den Vorjahren kennen ", erklärt Ines Albrecht, neben Sven Oeberst von der GEW Cheforganisatorin dieses Tages.

Der Zuspruch – mehr als 200 Teilnehmer wurden gezählt – erklärt sich aus den Fortbildungsangeboten, die in diesem Jahr besonders aktuell waren. Schwerpunktthema war das längere gemeinsame Lernen. Die Möglichkeiten dazu beleuchtete Dr. Matthias von Saldern, Professor für Schulpädagogik an der Universität Lüneburg, im Eröffnungsreferat. In den Arbeitsgruppen, 18 standen zur Auswahl, wurde das zum Teil vertieft und ergänzt. Da ging es um kooperative Lernformen oder um Projektunterricht, um Lernwerkstätten, um integrative Beschulung – kurz : um ein Nachdenken über Schulstrukturen, die zukunftsfähig sind, und über die vor allem in der Altmark nachgedacht werden muss, will man hier nicht noch mehr Schulstandorte preisgeben.

Es ging aber auch um Angebote, die Lehrern helfen können, mit berufsspezifischen Belastungen besser umzugehen, um bessere Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern sowie um gewerkschaftliche Informationen und Forderungen in Sachen Tarife, die in den Länder-Entgeltordnungen für Lehrkräfte festgeschrieben sind.

Die Resonanz der Teilnehmer sei positiv, war von Sven Oeberst am Abend zu erfahren. Tenor : Dieses Fortbildungsangebot sollte man weiterführen. Die GEW wird es tun. Den nächsten " Altmärkischen Lehrerinnentag " gibt es im März / April 2011. Zu welchen Themen ? Darüber wird auch die Auswertung der Fragebögen entscheiden, die von der GEW an die Teilnehmer verteilt wurden. Erfahrungsgemäß kommen sie zu 75 Prozent ausgefüllt zur GEW zurück und das nicht nur mit Bewertungen des Fortbildungstages, sondern auch mit Themenanregungen für den nächsten.