Stendal ( ro ). Der Schnee ist geschmolzen und hat freigegeben, was er wochenlang gnädig verdeckte – Papierschlangen und die Reste tausender Silvesterknaller und vor allem : haufenweise Hundedreck. Vor allem in den prominenten Geschäftsstraßen der Stadt wie Breite Straße, Karl-, Post- oder Brüderstraße können Passanten kaum einen Schritt vor den anderen setzen, ohne den Blick nach unten zu richten.

" Der Hundekot auf Stendals Gehwegen ist nicht mehr zu ertragen !", klagte SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Instenberg am Montag vor dem Auditorium des Stadtrats und sprach damit vielen Stendalern aus dem Herzen. Er nannte das Verhalten vieler Hundebesitzer, ihre Vierbeiner einfach " machen " zu lassen, ohne sich um die Beseitigung der stinkenden Hinterlassenschaften zu kümmern, eine " Missachtung der Stadtordnung ". Bei der Stadtverwaltung fragte Instenberg an, ob für solche Vergehen im vergangenen Jahr Bußgelder verhängt wurden. Eine Antwort steht noch aus.

Wie Stadtsprecherin Sybille Stegemann der Volksstimme sagte, werde das Thema Hundekot heute erneut auf der Tagesordnung der Leitungskonferenz im Rathaus stehen. " Das Thema bewegt uns genauso wie viele Stendaler Bürger und wir ringen um Lösungen ", sagte sie. Das sei jedoch schwierig, denn : " Wir haben leider keine Kolonne von 20 Leuten, die die Übeltäter inflagranti ertappen könnten. "