Stendal ( ro ). Drei von zehn Bäumen in Borstel, die dem zentralen Lindenplatz ihren Namen geben, eine Sommerlinde auf dem Winckelmannplatz, eine Linde am Nordwall und eine Kastanie auf dem Schulhof an der Goethestraße haben eines gemeinsam : Sie fallen in den nächsten Tagen der Säge zum Opfer. Wie Stendals Tiefbauamtsleiter Rainer Burmeister in der vergangenen Woche den Ausschuss für Stadtentwicklung informierte, müssten 14 Bäume im Stadtgebiet dringend gefällt werden. An weiteren zwölf Großgewächsen seien Schnitte im Kronenbereich notwendig, um ihre Standsicherheit zu gewährleisten.

Das ist das Ergebnis von Baumzustandsprüfungen. Regelmäßig wird der Baumbestand der Hansestadt, der rund 13 900 Exemplare umfasst, kontrolliert. Mit den neuen Ortsteilen kommen noch 6500 Bäume dazu. 70 Prozent des Bestandes rechnet Burmeister zu den Altbäumen. Entsprechend hoch sei der Aufwand für Pflege und Erhaltung. Bodenverdichtungen durch den Fahrzeugverkehr und Grundwasserabsenkungen würden an vielen Stellen zu Baumschäden führen. In den zurückliegenden Jahren hätten auch längere Trockenperioden immer wieder zu Baumkrankheiten und zum Absterben junger Bäume geführt. Weil sie vom Blausieb, einer Schmetterlingsart, befallen waren, mussten im vergangenen Jahr zwölf Weißdornbäume am Sperlingsberg entfernt und durch Kugeltrompeten ersetzt werden.