In der Langen Fischerstraße startet die Stadt Tangermünde in diesem Jahr ein weiteres großes Straßenprojekt. Nach der Sanierung von Langer Straße und Kirchstraße geht es jetzt in der Parallelstraße, aber immer noch in der Altstadt der Kaiserstadt weiter.

Tangermünde. Ist der Haushalt von Tangermünde beschlossen – Ende Februar soll es soweit sein – werden in der Stadtverwaltung die Ausschreibungen für das größte Bauvorhaben im Jahre 2010 starten. Innerhalb von vier Jahren wird in vier Bauabschnitten die Lange Fischerstraße komplett saniert.

Los geht es – wenn das Wetter es zulässt im März – an der Brücke über die Roßfurt. Enden wird das Vorhaben im Jahre 2013 an der Einmündung in die Kirchstraße am Neustädter Tor. Mehr als 700 000 Euro sind zunächst für das Projekt veranschlagt. Auch in diesem Fall muss die Stadt die Kosten nicht allein tragen. Da die Lange Fischerstraße im Altstadtbereich und damit im Sanierungsgebiet Tangermündes liegt, gibt es abermals Fördermittel aus dem Topf des städtebaulichen Denkmalschutzes.

Die 800 Meter lange Straße wird dazu in etwa vier gleich große Abschnitte gegliedert. Der erste wird im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Er endet nicht, wie bislang angekündigt, vor der Kleinen Fischerstraße. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Roßfurt-Brücke bis vor die Einfahrt in die Reuterstraße. Die Reuterstraße kann also während der gesamten Bauzeit genutzt werden.

Der zweite Bauabschnitt wird 2011 nach bisherigem Plan von der Kreuzung Reuterstraße bis vor die Einmündung Marktstraße in Angriff genommen. Im Jahr darauf geht es weiter bis vor die Einfahrt in die Reitbahnstraße. 2013 endet das Marathon-Bauvorhaben mit dem vierten Abschnitt am Neustädter Tor.

Alle vier Abschnitte werden im Zuge dieser Sanierung mit neuen Trink- und Abwasserleitungen ausgestattet. Die Hausanschlüsse werden erneuert. Auch die Stadtwerke sind damit in das Projekt eingebunden. 386 000 Euro hat Stadtwerkeleiter Dietmar Schiess dafür in den Wirtschaftsplan für die nächsten Jahre eingestellt. Auch die anderen Versorgungsunternehmen ziehen mit.

Aufgrund der beengten Verhältnisse werden die Anwohner der Bauabschnitte im Jahr der Sanierung nicht in der Straße parken können. Auch große Lieferungen sollten nach Auskunft von Bürgermeister Dr. Rudolf Opitz vermieden werden. Etwa fünf Monate Bauzeit sind für jeden Abschnitt geplant.