Stendals Feuerwehrleute sollen im Alter eine kleine zusätzliche Rente bekommen. Während des letzten Dienstabends des Jahres unterschrieben die Stadt und die ÖSA am Dienstag einen entsprechenden Rahmenvertrag.

Stendal. " Der Rentenvertrag dient dazu, Sie besser abzusichern ", warb der stellvertretende Oberbürgermeister Axel Kleefeldt vor den Feuerwehrleuten für einen Beitritt zur Versicherung. Die Stadt wolle damit das ehrenamtliche Engagement der Kameradinnen und Kameraden würdigen.

Zuvor hatten Kleefeldt und Guido Klautzsch von der ÖSA ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt. Feuerwehrleute, die das wünschen, können in die Versicherung einzahlen, wovon die Stadt einen bestimmten Anteil trägt. " Davon wird man nicht reich, aber es ist schön, wenn unser Einsatz geachtet wird ", kommentierte Stadtwehrleiter Michael Geffers die künftig für alle Wehrmitglieder der Einheitsgemeinde Stendal geltende Regelung.

Die Einheitsgemeinde, in der es ab 1. Januar 26 Ortsfeuerwehren geben wird, stelle laut Geffers eine große Herausforderung dar. Es sei eine " gewaltige Arbeit " notwendig, " um eines Tages eine harmonische Feuerwehr " im großflächigen Stadtgebiet zu haben. Viele Feuerwehren in den Gemeinden seien nicht voll einsatzfähig, sagte Axel Kleefeldt. Er sei aber zuversichtlich, dass die Probleme gemeistert werden können. Befürchtungen in den Gemeinden der jetzigen Verwaltungsgemeinschaft, ihre Feuerwehren würden unter der Eingemeindung leiden, bezeichnete der OB-Stellvertreter als unbegründet. Kleefeldt versicherte : " Wir werden die Ortswehren nicht schwächen, sondern stärken. "

Als bestes Beispiel dafür führte er die am Beginn des letzten Dienstabends zelebrierte Übergabe von Löschfahrzeugen an Ortswehren an. Nachdem die Stadtwehr am 2. Dezember ein neues Tanklöschfahrzeug in Dienst stellte, übergab Michael Geffers am Dienstag dem Borsteler Wehrleiter Karsten Ebel das bestens erhaltende Vorgängerfahrzeug mit 2400 Liter Wassertank. Jarchaus Wehrleiter Dirk Wetzel nahm das bisherige Borsteler Fahrzeug in Empfang.

In seiner Jahresbilanz rechnete Geffers 278 Einsätze ab – eine seit 2005 relativ konstante Zahl. Zu den spektakulärsten zählten 2009 der Löscheinsatz an der Weidlingmühle am 2. Februar, der wegen der Höhe des Gebäudes für die beteiligten Feuerwehrleute gefährlich war, und ein Lkw-Unfall im März, bei dem chemische Substanzen ausgelaufen waren.

Kleefeldt hatte den Stendaler Kameraden noch ein Weihnachtsbonbon mitgebracht : Er freue sich, " bei einer der besten Feuerwehren Deutschlands sein zu dürfen ".