Einen gemeinsamen Übungseinsatz absolvierten am Freitagabend 41 Kameraden der Feuerwehren Insel, Döbbelin, Möringen und Klein Möringen in der Museumsscheune in Insel. Aufgabe war das Löschen eines Brandes und das Retten von vier vermissten Personen, wobei die Menschenrettung oberste Priorität hatte.

Insel. Freitagabend in Insel : Die Einwohner freuen sich auf das Wochenende. Nach dem Abendessen machen sie es sich vor den Fernsehgeräten gemütlich. Plötzlich ertönt die Sirene. Kurz darauf fährt das Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Signalhorn durch den Ort. Die Kameraden waren gerade zum Ausbildungsabend im Gerätehaus beisammen, als um 19. 46 Uhr der Alarm ertönte. Kurz darauf stellte sich heraus, dass es sich um eine Übung handelte. Ausgearbeitet wurde diese von Insels Wehrleiter Dennis Alberts und Döbbelins Wehrleiter Bernd Friedrich. Es war ein gemeinsamer Übungseinsatz der Wehren Insel, Döbbelin, Möringen und Klein Möringen.

Brunnen bestehen

Bewährungsprobe

Einsatzort war die Museumsscheune in Insel. Inhaber Bernd Erxleben stellte das Objekt für Übungszwecke den Feuerwehren zur Verfügung. " Wir sind immer dankbar, wenn uns Leute solch große Objekt zur Verfügung stellen ", erklärte Bernd Friedrich. Aufgabe der Einsatzkräfte war es, aus dem " brennenden " Objekt vier vermisste Personen zu retten. Bereits zehn Minuten nach Alarm hat der Einsatztrupp die erste Person aus dem Gebäude befreit. Zwei Minuten später kam der nächste Trupp mit der zweiten Person aus der Museumsscheune. Die dritte Person wurde nach 17, die vierte nach 19 Minuten gerettet. " Dass ist ein zufriedenstellendes Ergebnis wenn man bedenkt, dass das Objekt sehr groß und durch das Fachwerk im Inneren sehr verwinkelt ist. Durch den Rauch lag die Sichtweite unter zehn Zentimeter. Für die Kameraden war das eine sehr knifflige Aufgabe ", fasste Abschnittsleiter Marcus Schober zusammen.

Dann war der imaginäre Brand zu löschen. Die Kameraden aus Döbbelin und Klein Möringen legten eine Löschwasserleitung. Zugleich war diese Übung eine erste Probe des neuen Löschwasserbrunnens, den die Gemeinde am alten Schulhof bohren ließ. Die erforderliche Förderleistung von 800 Liter pro Minute wurde erreicht.

Dritte Aufgabe : " Außenangriff " der Möringer Kameraden auf das Objekt mit Löschwasser von der alten Wasserentnahmestelle am ehemaligen Gerätehaus. " Die erreichte Förderleistung von 600 Liter pro Minute war für diese Einsatzaufgabe ausreichend ", erklärte Schober.

41 Kameraden

im Zusammenspiel

Alles in allem ist der Leiter des Brandabschnitts Uchtetal mit dem Übungsergebis zufrieden. " Das ist doch gut gelaufen ", sagte Schober, nachdem er den Kameraden auftrug, die Schläuche einzurollen. Vor Ort waren insgesamt 41 Kameraden. Neben dem Lösen der Übungsaufgaben war Ziel, das Zusammenspiel der einzelnen Wehren zu festigen. " Der Einsatz zeigt, wie wichtig es ist, Einsatzkräfte aus mehreren Wehren heranzuziehen, um einen Erfolg zu erreichen ", so Schober. Dabei verweist er auf die Möringer Wehr, die aufgrund beruflicher Aktivitäten der Kameraden zur Übung nur mit zwei Atemschutzträgern anrücken konnte. Die Wehren Klein Möringen, Döbbelin und Insel waren mit jeweils vier Atemschutzträgern vor Ort.