Am 27. November 1999 wurde der Kreisschützenverband Stendal-Altmark gegründet. Der diesjährige Kreisschützentag stand ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Es wurde genutzt, um Vereinsmitglieder, Sportschützen und Funktionäre für ihre Leistungen zu ehren.

Stendal. Es ist eine allen Beteiligten liebgewordene Tradition, den Kreisschützentag alljährlich im Rittersaal der Stendaler Kreissparkasse zu eröffnen. Mit der wurde natürlich auch nicht gebrochen, als es galt, das zehnjährige Bestehen des Kreisschützenverbandes zu würdigen. Landrat Jörg Hellmuth und die Leitung der Sparkasse begrüßten die Majestäten, erfolgreiche Schützen und Funktionäre, die insgesamt 868 Mitglieder in den 25 Schützenvereinen im Landkreis repräsentieren, zum Auftakt des Kreisschützentags 2009 in diesem historischen Saal.

Mit 94 Jahren das

älteste Mitglied

Ein besonders herzliches Willkommen galt Fritz Bindhack vom Schützenverein Goldbeck, der mit 94 Jahren der älteste Schütze in der Region ist, und der Landesschützenkönigin Regina Schwerin aus Eichstedt.

In seiner kurzen Begrüßungsrede würdigte der Landrat die vielfältigen Initiativen und Aktivitäten der Schützenvereine, die in ihrem Engagement zur Bereicherung des Lebens in den Städten und Gemeinden auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit nicht nachlassen. Viel Lob auch für die Traditionsarbeit, die ein Stück weit Bewahrung wertvoller Geschichte ist, und für die sportliche Komponente der Vereinsarbeit.

Es war somit nur folgerichtig, dass dieses Engagement noch am Eröffnungsabend des Kreisschützentags konkret gewürdigt wurde. Verdienstvolle Schützen wurden mit dem Sportverdienstkreuz beziehungsweise mit Wiederholungsanhängern zum Sportverdienstkreuz ausgezeichnet ( siehe Info-Kasten ).

Fortgesetzt wurde der Kreisschützentag mit einem beeindruckenden Fahneneinmarsch am Sonnabend im Schützenhaus am Stendaler Akazienweg. Etwa 80 Delegierte und Gäste, unter ihnen auch der Stendaler Oberbürgermeister Klaus Schmotz, erlebten ihn mit. Schmotz hob den Zusammenhalt der Schützen hervor. Wie auf vielen anderen Gebieten sei ehrenamtliches Wirken auch hier unverzichtbar und Garant für ein reges Vereinsleben.

Der Präsident des Kreisschützenverbands, Eckart Schlaf, nutzte den Kreisschützentag im Jubiläumsjahr für eine beeindruckende Bilanz : " Gemessen an der Mitgliederzahl, wobei im ablaufenden Jahr nur zehn Abgänge zu verzeichen waren, sind wir doch ein sehr bedeutender Verband, der auf viele sportliche und gesellschaftliche Erfolge verweisen kann. " Der Kreisschützenverband habe sich aus anfänglichem Schattendasein zu einem stabilen Kreisverband entwickelt, der auch manch sportliche Erfolge vorweisen könne. Neben dem Bemühen, noch mehr interessierte Bürger, und da besonders die Jugendlichen, für diesen Sport zu begeistern, wurden zum Beispiel 15 Schießstände, Vereinshäuser und andere Einrichtungen überwiegend in Eigenleistungen geschaffen. Das habe sich auch auf die Trainingsarbeit positiv ausgewirkt.

Sportlich

erfolgreich

Eckart Schlaf führte Erfolge bei den 18 Kreismeisterschaften, die Platzierungen bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften und die erfolgreiche Teilnahme beim Bundeskönigsschießen in Travemünde als beredte Zeugnisse für die gute ( weil konsequente ) Arbeit auf diesem Gebiet ins Feld.

54 Übungsleiter, 37 Kampfrichter und 93 Standaufsichten geben ihre Erfahrungen an die Aktiven weiter.

Die zweite Säule des Vereinslebens ist die Traditionspflege, mit der die Schützen auch unterschiedlichste Feste und Höhepunkte bereichern. " Wir sind besonders stolz, dass wir den Jugend-Landes- und den Kreisschützenkönig in unseren Reihen haben ", so der Präsident, der damit zum zweiten Teil der Auszeichnungen während des Kreisschützentags überleitete. Auch die Namen der dabei Geehrten sind im Info-Kasten nachzulesen.