Stendal. Der Herbst ist die Zeit der Gemeinschaftsjagden. Auch und gerade in den waldreichen Ecken des Landkreises Stendal hat die Hauptjagdsaison begonnen. Die Stendaler Kreisjägerschaft appelliert aus diesem Grund an jedermann, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie " Treibjagd " oder " Vorsicht Jagd " sollen Spaziergänger, Jogger und andere Naturfreunde bereits von Weitem darauf aufmerksam machen, dass jenes vor ihnen liegende Gebiet in dieser Zeit bejagt wird, erklärt Siegfried Holzinger, Sprecher der Kreisjägerschaft Stendal. Das Betreten der Wälder ist damit zwar nicht verboten – es sei denn, das steht auf diesen Schildern –, doch rät auch Kreisjägermeister Günter Schef er, in so einem Fall den Waldspaziergang auf den nächsten Tag zu verschieben oder eine andere Laufstrecke zu wählen.

Ganz wichtig ist dem Kreisjägermeister der Hinweis an die Kraftfahrer, die Warnschilder der Jäger ernst zu nehmen. " Dort, wo Landstraßen durch Jagdreviere führen, muss generell und in diesem Fall natürlich verstärkt mit Wildwechseln gerechnet werden. Man sollte sich mit seiner Fahrweise darauf einstellen. "

Schef ers Appell kommt nicht von ungefähr. Am vergangen Wochenende war es während einer Treibjagd im Seehausener Raum trotz dieser Hinweisschilder am Straßenrand zu einem Verkehrsunfall mit Schwarzwild gekommen.

Dass die Jagden im Winterhalbjahr stattÿnden, hat vor allem wildbiologische Gründe. Die Aufzucht der Jungen ist zu dieser Jahreszeit abgeschlossen.