Stendal. Die Sache mit dem Tribünendach fürs Stadion am Hölzchen will sich die SPD noch einmal überlegen. Ihren Antrag, die Stadt möge die Überdachung bauen, falls Lok in dieser Saison in die Oberliga aufsteigt, zog Stadträtin Rita Antusch am Dienstagabend in der Sitzung des Finanzausschusses noch einmal zurück. Die Fraktion wird ihn voraussichtlich überarbeiten.

In der vorangegangenen Diskussion war klar geworden, dass der Antrag in seinem jetzigen Wortlaut unter den Ausschussmitgliedern keine Mehrheit findet. Der Gedanke sei ja nicht verkehrt, " aber was wird, wenn Lok nicht Erster, sondern Zweiter wird ?", fragte Günter Unnau ( FDP ). Der Bündnisgrüne Adolf Gröger hielt es " für daneben ", den Bau des Daches vom Aufstieg abhängig zu machen. Gröger : " Dabei geht ‘ s doch um die Zuschauer und nicht um die Spieler. " Er riet dazu, den Antrag umzuformulieren.

Heinz-Jürgen Twartz ( CDU ) bemängelte, dass die SPD keinen Vorschlag mache, woher das Geld für das Dach kommen soll. Er rechne mit Kosten von einigen hunderttausend Euro. Da müsse sich die Stadt um Mittel aus der Sportstättenförderung bemühen, wofür es in diesem Jahr allerdings zu spät sei. Twartz : " In dieser Form kann man den Antrag nicht beschließen. "

Wie berichtet, wollte die SPD-Fraktion im Stadtrat beantragen, die Stadion-Tribüne zu überdachen, wenn die erste Männermannschaft des 1. FC Lok Stendal in der Spielsaison 2009 / 2010 in die Oberliga aufsteigt. Bedingung sei ein genehmigter Haushalt, der entsprechende Mittel ausweist. Die SPD wollte dies als zusätzliche Motivation für Trainer und Mannschaft verstanden wissen, die bisher sehr gute Leistungen gezeigt haben.

Stadionsprecher Olaf Ryba würde eine Überdachung sehr begrüßen. Die Zuschauer würden ihn oft nicht verstehen, sagt er. Wenn die Lautsprecherboxen unterm Dach stehen, verteile sich der Schall besser in der Arena.