Stendal ( ri ). Im Stendaler Winckelmann-Museum wird diesen Sonnabend, 15 Uhr, die Ausstellung " Die Etrusker – Entdeckung ihrer Kunst seit Winckelmann " eröffnet. Prof. Dr. Max Kunze, Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, erklärt : " Zum einen können sich Besucher einen Überblick über Kunst und Kultur der Etrusker verschaffen. Zum anderen soll die Sicht der Zeit Winckelmanns – der die erste wissenschaftliche Abhandlung über das bis heute rätselhafte Volk Mittelitaliens verfasst hat – dargestellt werden. " Rund 200 Exponate beispielsweise aus Deutschland, Israel und Dänemark, werden bis zum 29. November gezeigt. Neben Keramiken, Bronzeskulpturen und kunstvoll verzierten Alltagsgegenständen, die es so in keiner anderen Kultur in der Zeit vom 9. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr. gegeben hat, beeindrucken besonders großformatige Faksimiles aus Gräbern.

Eine Leistung der Stendaler Ausstellung, die in ihrer Bedeutung laut Kunze an die Ägypten-Ausstellung des Jahres 2003 heranreicht, sei nicht zuletzt, zahlreiche Leihgaben aus kleinen Sammlungen zusammengestellt zu haben, die bislang zu wenig beachtet wurden. Umrahmt wird die Ausstellung von Aktionen des Kindermuseums und von einer Reihe von Vorträgen.