Goldbeck. Der neu gestaltete Hof der Geschwister-Scholl-Sekundarschule Goldbeck wurde am Freitag offi ziell übergeben. Rund 120 000 Euro hat der Landkreis Stendal dafür investiert.

" Ich finde den Schulhof ganz in Ordnung. Der Basketballkorb zieht bestimmt viele Schüler an ", meinte Schülervertreter Philip Harder. Der 16-jährige Hindenburger durchschnitt gemeinsam mit Landrat Jörg Hellmuth das obligatorische Einweihungsband und gab damit das Areal offi ziell frei.

Neben dem Basketballkorb, zu dessen Ring sich schon die ersten Hände reckten, erhielt der Hof unter anderem eine Tischtennisplatte, eine Pergola, ein Rondell, eine überdachte und damit vor Regen Schutz bietende Fläche, Sträucher und Bänke. Zuvor war der Untergrund völlig erneuert worden. Die rissigen Betonfl ächen wichen mehrfarbigem Pfl aster.

" Es sind ein bisschen wenig Sitzplätze. Aber die farbige Gestaltung gefällt mir. Da lässt sich gut chillen ", so der Zehntklässler Klaus Dihlmann aus Busch. Anna-Sophie Kröger, 11 Jahre, aus Rochau hat sich mit ihren Freundinnen schon einen Bank-Stammplatz für das Frühstück ausgewählt und sagte : " Der Schulhof ist richtig schön. " Eine Einschätzung, die Architekt Olaf Klautzsch gern hören dürfte. Er sprach nämlich von einer interessanten Aufgabe. " Ich musste mich zwar finanziell an ein Limit halten, hatte aber bei der Planung relativ große Freiheiten ", erzählte der Goldbecker. Mit einer Achse, die vom Treppenaufgang zur Pergola verläuft, nahm er eine Teilung des Geländes vor : Auf der einen Seite zum Entspannen oder einfach zum " Abhängen ", wie es der Architekt umschreibt, auf der anderen eine Aktionsfl äche mit Tischtennis und Basketball.

Mit dem neuen Hof darf sich die Schule justament zu ihrem 35. Geburtstag schmücken. Im September 1974 war sie eröffnet worden, erinnerte Schulleiter Winfried Schwuchow. Eine Schule habe es natürlich schon zuvor in Goldbeck gegeben, erklärte er. Erstmals sei sie 1876 erwähnt worden, bezog sich Schwuchow auf eine Chronik, die aus der Feder von Günter Butze stammt. Damals lernten dort 28 Schüler. Gegenwärtig besuchen rund 220 Kinder und Jugendliche die Geschwister-Scholl-Schule.

Mit Blick auf weitere Bauvorhaben in der Schule und an Landrat Jörg Hellmuth gewandt, betonte Schwuchow : " Es lohnt sich, bei uns zu investieren. Im vergangenen Schuljahr hat fast die Hälfte der Zehntklässler den erweiterten Realschulabschluss erreicht, keiner verließ die Schule ohne Abschluss. "

Auf gute Zukunftsaussichten der Bildungseinrichtung hofft auch Goldbecks Bürgermeister Dr. Friedrich-Wilhelm Lemme. Sie sei die einzige Sekundarschule im Kreis Stendal, die sich in einer Landgemeinde befindet, und sei fest im Dorf verwurzelt. Deshalb freue er sich über die Neugestaltung des Hofes.

Es sei eine wichtige Aufgabe, in Bildung und Jugend zu investieren, machte der Landrat klar und gestand ein. " Da gibt es noch Nachholebedarf. " Hellmuth weiter : " Der Schulhof hier in Goldbeck ist ein Muster für andere Schulen. "