Mit Mitteln des Konjunkturpakets II soll Ende Oktober die Sanierung der Grundschule Nord beginnen. Zunächst stehen die Instandsetzung und Sanierung von Aula und Turnhalle auf dem Stundenplan der Bauarbeiter.

Stendal. Wie die Volksstimme gestern berichtet hat, soll im laufenden Schuljahr die Sanierung der Grundschule Nord beginnen. " Das wird ja auch Zeit ", werden viele Schüler, Lehrer und Eltern meinen – und aufatmen. Aufatmen trotz des Umstands, dass eine Sanierung von weiten Teilen einer Schule bei laufendem Betrieb den Unterrichtsalltag belasten dürfte.

Der Grund für die Sanierungsfreuden : Seit Jahrzehnten ist an dem Gebäude nur das Nötigste gemacht worden. Die Folge : Putz und Farbe bröckeln von der Wand, und der Geruch in den Sanitäranlagen erinnert eher an ein Dickhäuterhaus im Zoo als ans stille Örtchen einer modernen Lehranstalt.

Ab Ende Oktober sollen die Arbeiten in der Schule beginnen. Investiert werden soll dafür zunächst etwas mehr als eine Million Euro. Damit sollen die Aula und die Turnhalle der Grundschule Nord modernisiert werden. Mit in diesem Sanierungspaket enthalten sind die Sanitäranlagen, die Umkleideräume für den Sportunterricht und die Räume der Schulspeisung.

Die bisherigen Planungen sehen vor, dass der Sportunterricht im bisherigen kleineren Gymnastikraum stattf nden soll. Außerdem bestehe die Möglichkeit, so die Verwaltungsauskunft bei einer Sitzung des städtischen Ausschusses für Kultur, Schule und Sport am Dienstag, die Sporthalle am Nordwall für

Entsprechend wird sich in den kommenden Monaten der Unterricht an der Schule gestalten, in der die meisten Grundschüler aus dem nördlichen Teil der Stadt Stendal lernen : Veranstaltungen in der Aula können dann wohl gar nicht stattfnden, für die anderen Räume müssen Ausweichmöglichkeiten gefunden werden.

den Schulunterricht zu nutzen. Das allerdings dürfte nicht zuletzt auf die Stundenpläne Auswirkungen haben. Denn der Weg von der Grundschule zur Sporthalle vor den Unterrichtsstunden und danach wieder zurück wird sich nur lohnen, wenn der Sport während dieser Zeit in Doppelstunden unterrichtet wird.

Was die Mittagsverpf egung betrifft, werden für die Bauzeit eigene Räumlichkeiten für die Essensausgabe und die Essenspausen hergerichtet.

Auch wenn die Bauarbeiter während ihrer Arbeiten in Sachen Baulärm und Baustaub auf den laufenden Unterricht Rücksicht nehmen werden – Beeinträchtigungen für den Unterricht sind für die Zeit der Schulsanierung durchaus zu erwarten. Und so war Hochbauamtsleiter Günter Güldenpfennig sich in der Ausschusssitzung bereits sicher : " Wir werden dann wohl öfter wieder mit den aufgeregten Eltern zu tun haben. " Eine Situation allerdings, die von anderen Schulbauvorhaben her nicht unbekannt sein dürfte und mit der die Verwaltung einen routinierten Umgang an den Tag legen dürfte.

Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt an dem Ende der 60 er Jahre errichteten Schulhaus sollen möglichst nach einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Wenn die beiden großen Brocken der ersten Bauphase dann über den Tisch sind, steht als zweiter Teil die Sanierung des Haupthauses und der Außenanlagen an. " Wenn möglich, soll es nach Abschluss der Arbeiten an Aula und Turnhalle gleich mit diesem zweiten Abschnitt weitergehen ", erklärte Güldenpfennig.

Dass dieser Zeitplan allerdings so über die Bühne geht und die Schüler der Grundschule Nord bereits wenige Monate später in einem durchsanierten Haus lernen können, steht noch nicht fest. Denn auch beim zweiten Abschnitt handelt es sich um ein Millionenprojekt – und für das muss eine Finanzierung erstellt werden. Man hofft, so Stendals Schulamtsleiter Torsten Mehlkopf, für die Grundschule Nord in diesem Zusammenhang auf Unterstützung seitens des Landkreises.