Stendal. Eine Sommernacht, wie sie stimmungsvoller nicht sein könnte, erlebten am Sonnabend fast 1000 Fans der keltisch-irischen Folk-Musik im Stendaler Klostergarten. Mit ihrem zweiten Stendaler Folk-Festival präsentierten die Initiatoren, die Lokalmatadoren des Genres von " Nobody Knows " um Maximilian Heinrichs, fünf Formationen aus der Altmark und aus Berlin.

Die Eröffnungsband, " Die Siedler " aus Sanne, f el auf überraschend angenehme Art aus dem Rahmen. Nicht der überschäumend laute, etwas harte, zuweilen grobe Irish Folk, wie ihn später die Berliner " Cobblestones " auf perfekteste Art servierten. " Die Siedler " produzieren ruhigere Lieder mit sehr lyrischen, vor allem deutschen Texten, die durchaus das Nachdenken befördern. Etwa diese Zeile : " Sorge ist der Anker in der Schattenwelt, und die hat Licht bestellt. " So etwas weitet doch auch in einer sorglosen Sommernacht den Horizont. Leider hatten gerade " Die Siedler " mit ihren etwas leiseren Tönen mit großen Problemen der Tontechnik zu kämpfen.

Für viele Besucher, die sich auf Decken, Biergartenbänken und mitgebrachten Campingstühlen niedergelassen hatten oder einfach standen, erreichte das Festival mit der grandiosen Gardelegener Irish Dance Formation " Celtic Minds " seinen Höhepunkt. Nun war auch endgültig der unsichtbare Damm vor der Tanzf äche gebrochen. Was nicht heißen soll, dass das Niveau danach abgefallen wäre. Dafür sorgten Nobody Knows " und die " Tippelbrüder " in professioneller Qualität. Kein Zweifel : Die Idee des Folk-Festivals traf ins Schwarze. Zur zweiten Auf age kamen fast doppelt so viele Nachtschwärmer wie zur ersten. Da scheint noch mehr drin zu sein, nur : Im Klostergarten wird ‘ s dann zu eng.