Osterburg ( vl ). Von geliebten Dingen trennen sich auch Rettungssanitäter ungern. Deshalb nahm die Osterburger Mannschaft ihr Aquarium beim Umzug der Rettungswache mit. Der Wechsel vom alten zum neuen Standort, der gestern off ziell vollzogen wurde, f el indes nicht schwer. " Das ist für uns ein gewaltiger Fortschritt ", sagt Rettungsassistent Marko Schulze aus Goldbeck, der als Verantwortlicher der Rettungswache fungiert.

Landrat Jörg Hellmuth, der in seiner 18-jährigen Amtszeit in Havelberg und Stendal erstmals eine Rettungswache übergab, sprach von der " zurzeit modernsten Einrichtung ihrer Art " im Landkreis, die den Mitarbeitern optimale Bedingungen biete und damit den Bürgern, die Hilfe benötigen.

Insgesamt verfügt der Landkreis über sieben Rettungswachen in Stendal, Havelberg, Kläden, Seehausen, Tangerhütte, Tangermünde und eben in Osterburg. In sechsmonatiger Arbeit wurden die Räume in Osterburg renoviert und auf die Anforderungen einer modernen Rettungswache zurechtgeschnitten, berichtete Jörg Wüst vom Landratsamt. In erster Linie sei es darum gegangen, die Bedingungen für die Rettungskräfte zu verbessern. Immerhin, sagte er, sei dort der Rettungswagen mit seiner Besatzung sieben Tage je 24 Stunden, also rund um die Uhr, stationiert. Lange habe die Johanniter-Unfall-Hilfe die Übergabe der neuen Wache herbeigesehnt, machte Reinhard Doberenz, Vorsitzender des Kreisvorstands, deutlich.

" In der neuen Wache fühlen wir uns eigentlich richtig zu Hause ", befand Daniela Fricke und verwies auf scheinbare Kleinigkeiten wie getrennte Toiletten für Männlein und Weiblein. Und Denny Hoffmann aus Stendal sagt : " Da macht die Arbeit gleich noch einmal soviel Spaß. "