170 000 Euro will die Gemeinde Schinne für die Komplettsanierung des ehemaligen Konsums investieren. Eine Betreiberin ist auch schon gefunden. " Wir sind froh, dass wir jemanden gefunden haben ", erklärt Bürgermeister Theodor Aue.

Schinne. Schinne erhält EUFördermittel für den Aus- und Umbau des gemeindeeigenen, ehemaligen Konsums. " Wir haben einen Fördermittelbescheid über 107 000 Euro erhalten ", freut sich Schinnes Bürgermeister Theodor Aue. 63 000 Euro legt die Gemeinde dazu.

Im Juni 2007 wurde der Konsum in Schinne geschlossen. Günter Alt hatte zuvor im Dorf 40 Jahre lang die " Waren des täglichen Bedarfs " verkauft – davon 30 Jahre in dem Gebäude, das davor als Schule genutzt wurde. Am 1. Juli 2007 ging der Schinner in Rente. An eine Weiternutzung des Gebäudes war zu der Zeit nicht zu denken.

Zwei Jahre nach der Schließung des Schinner Konsums keimt nun aber wieder Hoffnung auf. Aus dem Ort hat sich eine Interessentin gefunden, die den Laden betreiben möchte, wie Bürgermeister Aue bereits im März dieses Jahres gegenüber der Volksstimme erklärte. Im Gemeinderat wurde ein Sanierungskonzept beraten. Nachdem nun der Förderbescheid vorliegt, kann mit der Komplettsanierung begonnen werden.

" Bisher wurde ja von der Gemeinde kein Geld in das Objekt gesteckt ", erklärt Theodor Aue. Dementsprechend groß ist nun der Sanierungsaufwand. Dach, Fassade, Fenster, Türen, Heizung, Elektro, Innenausbau – nur wenig wird erhalten bleiben. Insgesamt werden 170 000 Euro in den ehemaligen Konsum investiert. Eine Menge Geld. " Damit Schinne wieder eine Einkaufsmöglichkeit hat ", begründet der Bürgermeister, der bei der Maßnahme den gesamten Gemeinderat hinter sich weiß.

Noch vor der Vergabe der Bauleistungen wird mit der potenziellen Nutzerin ein Pachtvertrag abgeschlosssen. In den künftigen Schinner Konsum sollen auch ein Imbiss, eine Poststelle und ein Backshop integriert werden. " Wir sind froh, dass wir jemand als Betreiber gefunden haben ", so Bürgermeister Aue. Die Bauarbeiten sollen kurzfristig beginnen. Die gesamte Maßnahme muss bis März 2010 abgerechnet sein.