Die Jugendgruppe des Tangermünder Segelsports ist noch sehr jung. Im Rahmen einer Regatta schnupperte der Nachwuchs am vergangenen Wochenende nun Wettkampfuft. Den Pokal gab es aus dem Rathaus.

Tangermünde. " Erst seit einem Jahr haben wir im Tangermünder Wassersportverein wieder eine aktive Jugend ", erklärte Jugendtrainer Erik Weber am vergangenen Sonnabend während der Rathauspokalregatta in Tangermünde. Alle Teilnehmer an den Wettkämpfen in der sogenannten Optimistenklasse seien daher noch sehr unerfahren, und für viele sei es überhaupt die erste Regatta, so der Trainer.

Das Starterfeld bestand aus 13 Booten. Elf waren mit Sportlern aus Tangermünde besetzt und zwei vertraten den Verein in Arendsee. Alle Teilnehmer waren im Alter von acht bis zwölf Jahren. Aus dem befreundeten Wassersportverein Rathenow konnte aus Krankheitsgründen keiner der gemeldeten Wettkämpfer teilnehmen. " Aber die Freunde aus Rathenow, mit denen wir diese Regatta organisieren, stellen die Wettkampf eitung ", berichtete Erik Weber.

Ausgefochten wurde der Pokal über mehrere Vorrunden. Die Teilnehmer waren in Gruppen unterteilt. Beim ersten Lauf wurde nach Reihenfolge des Zieldurchlaufes die nächsten Gruppen festgelegt. " Alle Ersten werden zu einer Gruppe zusammengeführt, alle Zweiten und Drittplatzierten auch ", erklärte Weber den Modus. Das habe den Vorteil, dass nun relativ gleichstarke Teilnehmer gegeneinander um den Einzug in die Endrunde kämpfen. " Wir wollen ja keinen demotivieren. Auch wenn der erste Lauf nicht geklappt hat, könne sich der Segler immer noch für das Finale qualifzieren, so der Segeltrainer.

Der Kurs führte im Tangermünder Hafen um zwei Bojen. Die Gesamtstrecke war rund einen Kilometer lang. Gestartet wurde in der Mitte zwischen beiden Bojen. " Die Finesse bei einer solchen Routenplanung ist, dass die Segler einmal mit, aber auch einmal gegen den Wind segeln müssen ", erklärt Erik Weber den Aufbau der Strecke. Für unerfahrene Segler sei es recht schwierig, gegen den Wind zu fahren. Man müsse im den Wind immer kreuzen und versuchen, ein Optimum der Windkraft im Segel einzufangen. " Stellt man das Segel etwas zu steil oder zu f ach, hat man sofort keinen Antrieb mehr. Es ist ein sehr schmaler Grad, den man austarieren muss ", so Weber.

Bürgermeister kam

mit Fachwissen

Bürgermeister Dr. Rudolph Opitz hatte die Regatta mit einer Rede eröffnet. Darin begrüßte er, dass die Nachwuchsarbeit im Wassersportverein der Elbestadt wieder Früchte trage. Das Stadtoberhaupt halte deshalb diese Regatta im Tangermünder Hafen für eine sehr lobenswerte Idee. Deswegen habe er sich auch bereit erklärt, als Schirmherr zu fungieren. Trainer Erik Weber zeigte sich gegenüber Volksstimme überrascht, mit welchem Fachwissen Opitz seine Rede untermauern konnte. " Scheinbar hatte er in der Jugend etwas mit der Seglerei zu tun ", vermutete Weber.

Der Rathauspokal ist als Wanderpokal ausgeschrieben. " Wir wollen die Regatta natürlich zu einem festen Jahresereignis machen. Der Zuspruch der Vereine in diesem Jahr hat uns schon sehr positiv gestimmt ", resümierte Weber. Für die Teilnehmer sei es eine gute Erfahrung gewesen, sagte Weber. " Es ist eine ungewohnte Situation, sie müssen sich mit den Wettkampfregeln auseinandersetzen ", erklärte er. " Doch obwohl einige sehr nervös waren, haben sie bis jetzt alles richtig gemacht ", freute er sich