Arendsee. " Rettet den Arendsee !" Unter diesem Motto steht eine Unterschriftensammlung im Luftkurort. Sie startete als Gemeinschaftsinitiative von Luftkurort Arendsee GmbH, Tourismusverein, Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee und Stadt.

Als erste unterschrieben auf der Liste Geschäftsführer Jost Fischer von der Luftkurort Arendsee GmbH, Bürgermeister Norman Klebe, sein Stellvertreter Rennee Herbst und Vorsitzender Gebhard Wolf vom Tourismusverein. " Wir starten diese Unterschriftensammlung unter dem Motto, Rettet den Arendsee ‘", erklärte Norman Klebe während eines Pressegesprächs.

Auf der Liste wird vom Land als Eigentümer des Sees gefordert, endlich Maßnahmen zu einer nachhaltigen Sanierung des Arendsees vorzunehmen, um den Standort als touristisches Zentrum zu erhalten. " Wir haben diese Gemeinschaftsinitiative ergriffen, weil sich nichts tut zur Eindämmung der alljährlichen Blaualgenplage ", fügte Jost Fischer hinzu. Es könne nicht sein, dass durch die Beeinträchtigung der Wasserqualität den Urlaubern der Badespaß genommen werde. Besonders in diesem Jahr sei die Blaualgenmassenentwicklung so stark wie noch nie. Dadurch hatte das Strandbad auf Geheiß des Kreisgesundheitsamtes sogar vier Tage lang schließen müssen. " Aber ein Badeverbot, egal wie lange, hat verheerende Auswirkungen auf das Image unseres Luftkurortes ", bekräftigte er.

Deshalb müsse vom Land endlich etwas unternommen werden, um die geplante Sanierung in die Tat umzusetzen. " Es ist lange genug geforscht und geprobt worden, jetzt müssen Taten folgen ", sagte auch Norman Klebe. Er hatte gemeinsam mit Gert Reckling, Chef der Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee, einen Brief an Ministerin Petra Wernicke im Landesministerium für Landwirtschaft und Umwelt aufgesetzt, in dem ebenfalls mit Nachdruck die schnelle Umsetzung der Sanierungspläne gefordert wird. " Der Brief wird jetzt abgeschickt ", versicherte Reckling am Montag. " Wir wollen uns Gehör verschaffen und, dass das Tempo der Sanierungsvorbereitung beschleunigt wird. "

Außerdem können sich alle Arendseer, Gäste und Menschen aus der Region noch an der Unterschriftenaktion beteiligen. Die Listen liegen in der Tourist-Information im Haus des Gastes, im Rathaus, in der Rezeption des Campingplatzes und in der Sparkasse Altmark West aus.

Der im Wasser enthaltene Phosphor, der zur Blaualgenblüte führt, soll durch die Ausfällung des chemischen Gemischs Polyaluminiumchlorid gebunden werden. Das durch Forscher des Berliner Leibnitz- Instituts für Gewässerökologie entwickelte und jetzt nach erneuten Beprobungen modifizierte Sanierungsverfahren soll im August in der Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee beim Landesverwaltungsamt vorgestellt werden. Die Kosten waren ursprünglich mit 5 Millionen Euro angesetzt worden.