Stendal. Stendal ist auch in diesem Sommer eine Stadt der Baustellen. Oberbürgermeister Klaus Schmotz und einige seiner Amtsleiter statteten gestern sechs städtischen und drei privaten Bauplätzen einen Besuch ab und sprachen mit den Bauherren.

Die fürs Stadtbild wichtige Ecke Rathenower Straße / Ostwall verändert derzeit ihr Gesicht. Ein seit Jahren leerstehender, unansehnlicher grauer Kasten ist gerade verschwunden – schon wächst auf dem Grundstück die erste Etage eines Neubaus. Der OB und sein Tross haben sich mit Monique Weise, die mit Astrid Hofer eine Bauherren-GbR gebildet hat, und Planer Dirk Hofer verabredet. Die GbR investiert rund 350 000 Euro in das aus mehreren Bauteilen bestehende dreistöckige Haus mit sieben Wohnungen. Zwischen den zwei Flügeln an der Rathenower Straße wird die Einfahrt zu den neun überdachten Stellplätzen sein ; das Dach dient künftig den Bewohnern als begrünte Terrasse.

" Wir bauen relativ kleine Singlewohnungen, 40 bis 50 Quadratmeter groß, auf die Bedürfnisse von jungen Leuten wie etwa Studenten ausgerichtet ", sagt Monique Weise. Der Rohbau soll vor dem Winter stehen, das Haus soll im Februar / März nächsten Jahres bezugsfertig sein.

Weitere 250 000 Euro will die GbR zwei Grundstücke weiter in das Haus Ostwall 37 stecken, das sie wie das Eckhaus Rathenower Straße 1 bis 2 von der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft ( SWG ) gekauft hat. Die Sanierung des ebenfalls leerstehenden Hauses soll noch in diesem Jahr begonnen und im Sommer nächsten Jahres abgeschlossen werden. Es entstehen drei 70 bis 80 Quadratmeter große Wohnungen. Die Gründerzeitfassade bleibt erhalten.

OB Klaus Schmotz zollte den privaten Bauherren hier und auf anderen Baustellen wie Hoock / Karnipp und im ehemaligen Versicherungshaus in der Bruchstraße seine Anerkennung : " Sie nehmen eine Menge Geld in die Hand und tun Gutes für die Belebung der Innenstadt. "