Der Stendaler Unternehmer- und Existenzgründertag erlebte gestern seine 13. Auflage – mit noch umfangreicherem Beratungsangebot als in den Vorjahren und einem Novum : dem 1. Stendaler Gründermarktplatz, auf dem sich Jungunternehmer präsentierten, ihre Leistungen anboten und vor allem mit Interessenten über ihre Erfahrungen auf dem Weg in die Selbständigkeit plauderten.

Stendal. Auch wenn es bereits die 13. Auflage des Existenzgründertags war, zu der die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung des Landkreises gestern in das BIC Altmark an der Arneburger Straße einlud – an seiner Anziehungskraft hat der Beratungstag rund um das Thema Existenzgründung nichts verloren. Im Gegenteil. Wer sich beraten lassen wollte, fand nicht mehr " nur " 15 Ansprechpartner in dem einer Mini-Messehalle gleichenden Raum in der vierten Etage des BIC, sondern 19.

Eine Tatsache, die auch der Stendaler Landrat Jörg Hellmuth zur Eröffnung des Existenzgründertags würdigte. Hervorhebenswert war ihm unter anderem die Anwesenheit der regionalen Geldinstitute. Auch wenn Banken in dem Ruf stünden, in der Krise mit der Finanzierung von Investitionen der Unternehmen recht zurückhaltend zu sein, sei das in der Altmark keineswegs so : " Sie werden sehen, dass sie von unseren regionalen Banken unterstützt werden ", machte Hellmuth den Besuchern Mut, die Vertreter dieser Häuser konkret anzusprechen.

Und noch einmal nahm der Landrat das Wort Krise in den Mund, jedoch nur um regionales Gegensteuern zu verdeutlichen. Der Existenzgründertag tue das mit neuen Ideen, zum Beispiel dem Gründermarktplatz, der erstmals Bestandteil des Gründertags war. Neun Unternehmen, allesamt Existenzgründungen jüngster Vergangenheit, stellten sich den Besuchern vor und plauderten mit ihnen über Erfahrungen. So Christine Knospe und Christiana Kleinert, die beide seit einem beziehungsweise zwei Jahren in der Altmark als Übersetzerinnen selbständig sind. Ihrer beider Überzeugung ist : Wer es wirklich ernsthaft will und eine klare Vorstellung von seiner Selbständigkeit hat, sollte die berufliche Selbständigkeit wählen. Hilfe finde er vor allem bei den ego .-Piloten im Landkreis Stendal, Sabine Falk, und im Altmarkkreis Salzwedel, Volker Lahmann. Wissen müsse man jedoch auch : " Da kommt viel Arbeit auf einen zu ", sagt Christiana Kleinert und Christine Knospe ergänzt : " Alles, was an Hilfe geboten wird, sollte man annehmen, zum Beispiel die Existenzgründerseminare. "

Tipps, die für Heike Köppe aus Havelberg wichtig werden könnten. Die 43-jährige Havelbergerin plant den Schritt in die Selbständigkeit gemeinsam mit ihrem Mann Thomas. Auch diese beiden wollen sich auf dem Dienstleistungssektor versuchen. Senioren unter die Arme zu greifen, ist der Kern ihrer Existenzgründeridee. Dazu sollen hauswirtschaftliche Dienstleistungen ebenso gehören, wie das eventuelle Organisieren von Ausflügen bei Bedarf zum Leistungsspektrum gehören könnte. Ihr Besuch gestern auf dem Existenzgründertag sollte beiden eine erste Orientierung geben.