Borstel ( nk ). Wie ein Treffen der Oldtimer der Lüfte sah es am Sonnabend auf dem Flugplatz aus. Doch das historische Ambiente, das das Dutzend Doppeldecker verströmte, täuschte, sind die Maschinen, allesamt vom Typ Kiebitz, doch recht jungen Baujahrs. Sie sind in Eigenbau entstanden und stammen von passionierten Hobbypiloten aus ganz Deutschland, die ihr jährliches Treffen zum ersten Mal in Stendal-Borstel abhielten. Hier ein Blick unter die Motorhaube, dort ein Check der Instrumente – für Gesprächsstoff war ausreichend gesorgt.

Für die Zuschauer wurde ein Formationsfug veranstaltet und ein Wettbewerb inszeniert, bei dem die Piloten im Flug kleine Mehlsäckchen auf einen Zielpunkt werfen mussten.

Was das Doppeldecker-Fliegen so reizvoll macht ? Hans Bertram ( 77 ) gerät ins Schwärmen : " Das langsame Fliegen im offenen Cockpit ist einfach herrlich. Man gleitet eher über die Landschaft hinweg, bekommt einen Bezug zur Natur. " Und dass es da oben kalt sei, widerlegt seine Frau Jutta : " Nein, wir haben doch so eine kleine Heizung drin. "