Zum Beitrag " Stadtrat sucht auf eigene Faust nach Investoren für die Innenstadt " vom 24. Juni meldet sich CDU-Stadtrat Dirk Hofer zu Wort :

In der vergangenen Woche berichtete die Volksstimme über die Aktionen des Herrn Felser zur Ansiedlung von C & A in Stendal. Sicher gut gemeint. Aber muss man mit allem, was man tut, versuchen, populistische Punkte beim Wahlvolk zu machen ?

Natürlich beantwortet ein Unternehmen wie C & A eine Anfrage zu einer möglichen Ansiedlung nicht grundsätzlich negativ. Nur C & A hat in seiner Antwort die entscheidenden Fragen nach Standort, verfügbarer Fläche usw. gestellt. Hier jedoch endet der Job des Herrn Felser, und er wendet sich mit großem Brimborium an die städtische Wirtschaftsförderung. Diese muss es nun richten !

Ansiedlungen im Bereich Handel laufen etwas anders ab. Seit mehr als einem Jahr arbeitet ein in Stendal nicht ganz unbekannter Investor mit Kenntnis und Unterstützung des Oberbürgermeisters an der Ansiedlung von C & A in Stendal. Der Standort in der Kernfußgängerzone ( alles andere ist für C & A auch uninteressant ) steht zur Verfügung. Der Mieter hat die Mietkonditionen akzeptiert. Wenn die letzten Details geklärt sind, wird auch verkündet, wo und wann das Projekt umgesetzt wird. Letztendlich ist es der Begeisterung des Investors für die Stadt Stendal zu verdanken, dass er die Ansiedlung von C & A mit Akribie vorangetrieben hat. Und das Projekt ist trotz Finanzkrise auf einem guten Wege !

Von dieser erheblichen Vorarbeit, die erforderlich ist, um solch ein Projekt umzusetzen, hat Herr Felser natürlich keine Ahnung. Die Arbeit sollen, siehe oben, die anderen machen. Es kann gut sein, dass die Aktion des Herrn Felser mehr schadet als nutzt, weil jetzt eventuell unrealistische Standorte an C & A herangetragen werden und sich die Ansiedlung verzögert. Hiervon hatte der Oberbürgermeister Herrn Felser unterrichtet. Aber wie von ihm nicht anders zu erwarten, musste er trotzdem seine Aktion vermarkten. Wenig Substanz, aber viel Geschrei um das Wenige.