Stendal ( ro ). Das Netto-Markt-Projekt zwischen Tangermünder und Magdeburger Straße würde nach Meinung von Lutz Schwarzbrunn " große verkehrliche Risiken " heraufbeschwören. " Ein- und Ausfahrten nur 45 Meter von der verkehrsreichen Kreuzung Nachtigalplatz entfernt – das kann nicht sinnvoll sein ", sagte der Architekt und Vorsitzende des Vereins Stadtwandels gestern in einem Pressegespräch.

Schwarzbrunn, unterstützt von seinen Vereinsmitgliedern Reinhard Stammer und Rainer Verenkotte, beschreibt die zu erwartenden Probleme so : " Wer zum Beispiel die Kreuzung in Richtung Tangermünde passiert hat, beschleunigt, während vor ihm Autos bremsen, weil sie zum Markt abbiegen wollen. Da sind Unfälle programmiert. "

Auch aus städtebaulicher Sicht hat Schwarzbrunn Bedenken im Zusammenhang mit dem Netto-Projekt, das den Abriss der einstigen Kinderkrippe vorsieht : " Damit würde man eine klassische städtebauliche Situation aufgeben, die typisch ist für den Ausgang aus einer mittelalterlichen Altstadt. "

Das Schadewachten-Projekt sei aus seiner Sicht verkehrsmäßig besser geeignet, da es einen Großteil von Kunden zu Fuß oder per Rad anziehen werde. Nicht verstehen könne er, warum die Stadt nicht bei der Zwangsversteigerung des sogenannten Pressehauses mitbiete. Deren dritte Runde steht Ende Juni an. Schwarzbrunn : " Dann könnte die Stadt künftig mitwirken und auch Varianten jenseits von Edeka prüfen. "