Zu seinem traditionellen Fest im Frühling lädt der Stendaler Tiergarten am 10. Mai ein. Geboten wird von 14 bis 17 Uhr an diesem Tag ein vielfältiges Programm mit Musik, Kreativität – und natürlich mit den Tieren der Einrichtung am Stadtsee.

Stendal. Zwar wird mitten im Tiergarten auch am 10. Mai die Baustelle für eine neue Vogelvoliere noch längst nicht abgeschlossen sein – ein Grund, auf das jährliche Tiergartenfest zu verzichten, ist das keineswegs. Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze stellte gestern das Programm für den Sonntag vor : " Von 14 bis 17 Uhr können unsere Gäste mit uns feiern. " Auf der Bühne sollen die Stendaler Stadtmusikanten ebenso für Stimmung sorgen wie Gruppen aus Stendaler Jugendclubs. " Und mit Gert und Barbara Wendel haben wir schon beim Herbstfest sehr viel Spaß gehabt – das sollte auch zum Tiergartenfest wieder ein Leckerbissen werden. " Slapstick und humorvolle Darbietungen sind eine Spezialität dieser beiden Künstler.

Aktuell zum Muttertag steht an der Malstraße der Wettbewerb unter dem Titel " Die schönsten Herzen für die Mutti ". Um 16 Uhr werden die besten Bilder ausgezeichnet, als Preise gibt es zehn Torten – auch das passend zum Festtag.

Auch diejenigen, die nicht am Malwettbewerb teilnehmen, können gewinnen : Jede Eintrittskarte zählt als Los für die Tombola. Anne-Katrin Schulze erklärt : " Zur Mitte der Veranstaltung werden wir schon die ersten Preise – darunter Sachpreise, aber auch Geldpreise – ziehen. Die Hauptgewinne gibt es aber erst zum Ende unseres Festes kurz vor 17 Uhr. "

Zwei Stunden vorher jedoch ein anderer Höhepunkt des Tages : Ein junger Esel und ein paar Lämmer bekommen ihre Namen zur Tiertaufe mit Theo Tintenklecks. Die Tierparkleiterin sagt : " Und als Überraschung werden auch ein paar von den alljährlichen Findeltieren getauft, bevor diese später wieder ausgewildert werden. "

Dieser Programmpunkt allerdings hat für Anne-Katrin Schulze einen bitteren Beigeschmack : " Findeltiere – das sind jene Jungtiere, die uns Besucher jedes Jahr bringen. Die Menschen meinen oft, dass die Tiere verlassen seien. " Das aber, so die Fachfrau, stimmt in den seltensten Fällen und kann kaum von einem Spaziergänger kaum beurteilt werden. " Junge Wildtiere brauchen nur selten die Hilfe der Menschen, meist sind die Elterntiere versteckt in der Nähe ", erklärt Schulze. Vielmehr schade diese Hilfe den Tieren oft für eine normale Entwicklung : " Junge Feldhasen beispielsweise lassen sich kaum aufziehen und haben in menschlicher Obhut kaum eine Überlebenschance. "