Dr. Michael Kühn, Ralf Berlin und Arnold Bausemer sind die Spitzenkandidaten auf der FDP-Kandidatenliste für den Kreistag. Am 7. Juni fi nden die Kommunalwahlen statt. Die Liberalen wollen bis dahin unter anderem mit der Forderung nach besserer Wirtschaftsförderung und nach einer Absicherung der Lebensqualität im ländlichen Raum bei den Wählern punkten.

Stendal. Dass man auch um hintere Listenplätze kämpfen kann, haben die Liberalen am Sonnabend bewiesen. Der FDP-Kreisverband hatte sich in Stendal versammelt, um die Kandidatenlisten für die Kreistagswahl am 7. Juni zu bestimmen. Während für die Wahlbereiche im Süden nur wenig Diskussionen um Personalien angesagt waren, sah das für den Bereich Osterburg-Havelberg anders aus : Frank Timm hatte ausrichten lassen, dass er für den Listenplatz drei aufgestellt werden wolle. Raunen an einigen Tischen : " Den Herrn Timm kennen wir doch gar nicht !", hieß es da beispielsweise. Am Ende wurde der FDP-Mann aus dem Norden des Landkreises bis zum Listenplatz 8 durchgereicht. Allerdings sind die Wähler bei ihrer Stimmabgabe nicht an die von den Parteien aufgestellten Listen gebunden – und so könnten beispielsweise die Bürger aus Timms Seehausener Heimat für Überraschungen sorgen.

FDP-Kreisvorsitzender Marcus Faber gab sich aber trotz langwieriger Kampfabstimmungen zufrieden : " Wir haben seit Januar ein gutes Wahlprogramm, und jetzt haben wir auch eine gute Mannschaft. " In ihrem Wahlprogramm setzen sich die Liberalen das Ziel, den Bevölkerungsrückgang zu stoppen. Als Grundproblem sehen sie die Arbeitslosigkeit. Dem solle laut Wahlprogramm mit einer professionellen Wirtschaftsförderung für Wachstumsbranchen begegnet werden ebenso wie mit einem zügigen Bau der Altmarkautobahn, mit einer fl ächendeckenden Versorgung mit DSL-Anschlüssen und mit der Nutzung alternativer Energien.

Damit das Leben in einer dünnbesiedelten Region wie der Altmark lebenswert bleibe, müssten Konzepte wie die der selbständigen mobilen Krankenschwestern zu einer alltägliche Dienstleistung werden. Zudem sollten auch Schulen mit weniger als 60 Kindern erhalten werden, damit Familien nicht aufgrund zu langer Schulwege vergrault würden. Überhaupt müsste in die Bildung investiert werden : in Schulmaterialien ebenso wie in die Hochschule und ins Theater der Altmark. Für Senioren wünschen die Liberalen die Unterstützung von Gruppen zur Selbsthilfe, aber auch die Absicherung der Seniorenbetreuung auf den Dörfern.