Arneburg ( ge ). Die Chancen, dass bei Arneburg ein Steinkohlekraftwerk gebaut wird, liegen derzeit bei 50 Prozent. Neben dem Industrie- und Gewerbepark " Altmark " ist ein weiterer Standort im Gespräch. Entschieden sei noch nichts, so Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff ( CDU ) Mitte Februar im Gespräch mit der Volksstimme. Allerdings hält Haselhoff Arneburg für einen " Top-Standort und eine echte Option für eine solche Großinvestition ".

Das sehen die sachsen-anhaltischen Bündnis-Grünen anders. Sie sehen durch den Bau eines solchen Kraftwerks Klimaschutzziele in Frage gestellt, befürchten nicht wieder gut zu machende Schäden in der Umwelt.

Während einer Informationsveranstaltung, zu der der Landesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, Christoph Erdmenger, am heutigen Sonnabend in die Arneburger Burggaststätte, Burgstraße 14, einlädt, wollen sie darüber mit den Bürgern aus der Region ins Gespräch kommen. " Kohle verbrennen in der Altmark ?" steht als Frage über der Gesprächsrunde, die um 10 Uhr beginnt. Antworten darauf zu finden, hilft Karl-Heinz Winkler. Der Saarländer kommt nach Arneburg, um den Altmärkern zu berichten, warum die Bevölkerung in seiner Heimat den Bau eines Steinkohlekraftwerks verhindert hat. Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt, wird im Anschluss zum Sachstand vor Ort sprechen und einen Ausblick aus seiner Sicht wagen.

In die Diskussion mit den Teilnehmern der Informationsveranstaltung soll ab 11 Uhr eingestiegen werden. Moderiert wird die Gesprächsrunde von der Bundestagsabgeordneten Undine Kurth ( Bündnis 90 / Die Grünen ). Gegen 12 Uhr wird der bündnis-grüne Kreistagsabgeordnete Eduard Stapel das Schlusswort halten. Eine weitere Informationsveranstaltung ist für den 20. März geplant. Sie soll ab 18 Uhr im Stendaler Hotel am Bahnhof stattfi nden.