Eine der erfolgreichsten Bildungsreihen der städtischen Volkshochschule wird 15 Jahre alt. Gestern feierten Teilnehmerinnen und Dozentinnen mit Hochschulleiterin Joanna Sannemann das Jubiläum des Frauenfrühstücks. Das Theater der Altmark gratulierte auf seine Weise.

Stendal. Es begann am Frauentag, wie sich das gehört. Am 8. März 1994 besuchte Ruth Baum das erste Frauenfrühstück der Stendaler Volkshochschule ( VHS ). Seitdem hat die Schönfelderin dieser unterhaltsamen Bildungsreihe die Treue gehalten. " Mich interessieren besonders die Literatur- und Geschichtsthemen, aber auch Gesundheit und überhaupt alles, was so geboten wird ", sagte die 74-Jährige der Volksstimme. So hat sie sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als 200 der rund 230 Veranstaltungen des Frauenfrühstücks nicht entgehen lassen. " Wenn man allein ist, sucht man nette Gesellschaft ", nennt sie einen der Gründe für ihr regelmäßiges Kommen.

Gestern bedankte sich VHSLeiterin Joanna Sannemann bei Ruth Baum mit einer Treueurkunde. Fast 40 Frauen waren in den Damensaal des Hotels Schwarzer Adler gekommen, um den 15. Geburtstag des Frauenfrühstücks zu feiern. Das Theater der Altmark, seit vielen Jahren Partner der VHS-Bildungsreihe, gratulierte mit einem kleinen humorvollen und stimmgewaltigen Programm, das den Frauen, die die 30 schon ein wenig überschritten haben, offensichtlich bestens gefiel. Bernd Marquardt, Theaterpreisträger 2007, begleitet von Pianist Gero Wiest, sang stimmungsvolle weinselige Lieder aus den Hochburgen an Rhein, Mosel und Donau.

In ihrem kleinen Rückblick zählte Joanna Sannemann das Frauenfrühstück zu den erfolgreichsten Bildungsreihen der VHS. Die Anregung dazu habe sie bei einem Besuch in Herford erhalten und dann auf Stendal übertragen. Besonders beliebt seien die Veranstaltungen über Frauenliteratur, über berühmte Frauen der Geschichte wie Kleopatra oder Marlene Dietrich oder auch über das Schicksal der Frauen Heinrichs VIII. gewesen. Eine historische Modenschau aus dem Fundus des Theaters der Altmark, auf den Laufsteg gebracht von den Teilnehmerinnen selbst, ist vielen der Frauen noch in heiterer Erinnerung.

Neben dem Theater gehören auch Winckelmann- und Altmärkisches Museum, Stadtarchiv und Tiergarten zu den langjährigen Partnern des Frauenfrühstücks, das seit drei Jahren seine Heimat im Schwarzen Adler hat.