Diese Woche stand bei den " Johannitersternchen " ganz im Zeichen der englischen Sprache. Spiele, Gedichte und ein selbstgemachtes Frühstück waren nur einige Projekte, die die Kinder des Kindergartens auf Englisch meisterten.

Stendal. Besucher des Kindergartens " Johannitersternchen " sollten sich nicht wundern, wenn sie von den Kindern der Einrichtung statt mit einem " Guten Morgen " mit einem " Good morning " begrüßt werden. Denn hier wird regelmäßig Englisch gesprochen – schon bei den Kleinsten. " Wir integrieren zum Beispiel Redewendungen in den Kita-Alltag, lernen neben deutschen auch englische Lieder und Gedichte ", sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Kathrin Lühmann. In jedem Gruppenraum gäbe es eine kleine Englisch-Ecke. So passiert es nicht selten, dass die Kinder ihre Gruppe auf Englisch durchzählen. Dann hallt es " one, two, three " durch die Flure.

Mit diesen Vorkenntnissen starteten am Montag die Kinder in eine englische Woche. Dazu schmückten sie den Turnraum in den Landesfarben Rot, Blau und Weiß. Flaggen und kleine Bilder mit den dazugehörigen englischen Begriffen zieren nun dort die Wände. Ein englisches Fußballtrikot fehlt ebenfalls nicht. " Am Dienstag sind wir mit den Kindern einkaufen gegangen. Danach durften sie sich selbst Sandwiches belegen ", erzählt Lühmann.

Gedichte, Spiele und Lieder wurden in Englisch eingeübt – um zur großen Abschlussveranstaltung gestern vorgetragen zu werden.

Ziel ist, ein Gefühl für die Sprache zu bekommen

Da gab es zum Beispiel die Kinder der Gruppe 8, die mit riesigen Buchstaben in den Händen den " ABC-Song " sangen. Die Gruppe der Drei- bis Vierjährigen präsentierte ein Regenbogen-Lied und zeigte, welche Farben die Kinder schon in der fremden Sprache beherrschen. Alle zusammen boten zum Abschluss das Lied " Wheels on the bus ".

Und was haben die Kinder in dieser Woche gelernt ? Die fünfjährige Lea Moritz kennt jetzt das Wort " horse " – also Pferd. Daraufhin trauen sich auch Milanda Tkachenko und Felix Müller, ihre Lieblingsworte zu sagen. Dabei kommt fast ein ganzer Bauernhof zusammen, denn sie zählen pig, dog und cat auf. " Es ist gar nicht unser Ziel, dass die Kinder ganze Sätze sprechen ", erklärt Lühmann. Sie sollen ein Gefühl für die Sprache bekommen und keine Angst davor haben, Wörter falsch auszusprechen. Sie lernen quasi Englisch spielend kennen.

Um den Kindern die Fremdsprache näherzubringen, haben die Erzieherinnen ihre eigene Freizeit geopfert. Alle belegten nach Feierabend und auf eigene Kosten über ein Jahr hinweg einen Kurs bei der Volkshochschule. " Aber es lohnt sich. Die Kinder machen richtig gut mit ", freut sich Kathrin Lühmann, und auch ein Großteil der Elternschaft unterstütze diese Idee des Lernens.