Heute Abend wird in Berlin der Teddy verliehen. Einer der Filme im Wettbewerb für schwule und lesbische Filme ist "Unter Männern - Schwul in der DDR". Eduard Stapel, der auch in dem Streifen zu sehen ist, war bei der Premiere.
Berlin/Bismark l Es war zwar nicht der rote Teppich am Berlinale-Palast, über den die Hollywood-Größen wie Brad Pitt, Angelina Jolie oder Meryl Streep stolzieren, aber auch Bismarks Ortsbürgermeister Eduard Stapel schritt über einen roten Bodenbelag. Nicht in seiner Funktion als Ortsteilchef, sondern als Darsteller in dem Film "Unter Männern - Schwul in der DDR". Der hatte im Rahmen der Berlinale im Kino International Premiere.
Vor ein paar Jahren hatte ihn der Regisseur Ringo Rosener angesprochen, ob er Lust hätte in einem neuen Projekt mitzuwirken. Stapel hatte und folgte der Einladung nach Berlin. "Dort erfuhr ich, was die genaue Idee war", erzählt er nach dem Premiereabend in seinem Büro im Bürgerhaus, das nicht nur wegen einer defekten Heizung so gar nichts vom Glamour der Berliner Filmfestspiele hat. Um schwules Leben in der DDR sollte es gehen, erzählt von sechs Männern. Ihm gefiel die Idee und er sagte zu.
"Von meinen persön- lichen Erfahrungen ist in dem Film nichts enthalten, das finde ich schade"
Im vergangenen Jahr rief ihn Rosener erneut an und sagte, dass die Förderung des Films nun gesichert sei. Ein Filmteam kam im Frühjahr und im Sommer vergangenen Jahres nach Bismark, um verschiedene Einstellungen zu drehen. "Von meinen persönlichen Erfahrungen ist in dem Film nichts enthalten, das finde ich schade", sagt Stapel. Allerdings nicht aus persönlicher Eitelkeit, sondern weil ihm die Kamerafrau leidtut, die das schwere technische Gerät zu den einzelnen Aufnahmen schleppen musste. Aber beim Schneiden müsse eben alles zueinander passen.
Der 58-Jährige spielt aber dennoch eine Rolle. Vor allem mit seinem Aufruf, dass endlich Schluss gemacht werden müsse mit der Diskriminierung von Schwulen und der Schilderung der Schwierigkeiten, die Homosexuelle in der DDR auch mit der Staatssicherheit hatten. Im ausverkauften Kinosaal hatten dann andere die Lacher auf ihrer Seite. Etwa der mittlerweile 80-jährige Kunstprofessor, der erzählte, wie er schüchterne männliche Aktmodelle zum Ausziehen überredete. "Nun habt euch nicht so mädchenhaft", war ein Satz, der sofort zog.
Sich vor Publikum zu präsentieren war für Stapel nichts Neues. Vor gut 20 Jahren war er Teil eines Theaterstücks mit dem Titel "Männerbiographien in der DDR: Ich bin schwul". Und das ganz zufällig. Als der Schauspieler, der ihn darstellte ausfiel, fragte ihn Regisseurin Vera Oelschlegel, ob er sich nichts selbst spielen könnte. "Und dann hatten wir 50, 60 Vorstellungen", ist ihm von der anfänglichen Skepsis zwei Jahrzehnte später nichts mehr anzumerken.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.