981 000 Euro Förderung erhielt die Gemeinde Weißewarte am Sonnabend für den Ausbau eines Touristik- und Informationszentrums im Wildpark und eines Radweges. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff überreichte den Förderungsbescheid persönlich. "Damit werden wir für Touristen noch attraktiver", sagte Bürgermeister Detlef Radke.

Weißewarte. 6 000 Besucher zusätzlich würden durch das geplante Touristik- und Informationszentrum und den neuen Radweg pro Jahr nach Weißewarte kommen. Das seien rund 20 Prozent mehr als bislang, schätzte der Weißewarter Bürgermeister Detlef Radke, als er den Fördermittelbescheid über 981 000 Euro von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff im Wildpark entgegennahm.

Der Minister war eigens in die kleine Gemeinde gekommen, um den Bescheid in Höhe von 981 000 Euro persönlich zu übergeben. "Die Summe stellt eine Förderung von 90 Prozent dar. Die Fakten und Prognosen haben überzeugt, somit ist auch die Höhe der Zuwendung absolut gerechtfertigt", sagte der Minister. Der Ausbau des 6,8 Kilometer langen Radweges nach Grieben, und somit zum Elberadweg, werde mehr Besucher nach Weißewarte locken. Das Touristikzentrum im Blockhausstil werde die Verweildauer im Wildpark steigern, sagte Haseloff. Radke sieht das nicht anders, denkt aber noch ein Stück weiter: "Das ist ein guter Anfang. Der nächste Schritt muss der Bau eines Radwegs zwischen Grieben und Birkholz sein. Diese neun Kilometer lange Strecke ist die letzte Lücke hier in der Region. Ist sie geschlossen, sind die Tangerhütter Gartenträume ebenso schnell wie der Wildpark vom Elberadweg aus zu erreichen." Zudem ergebe das einen interessnten Rundkurs. Das touristische Angebot wäre dann erschlossen, erklärte der Bürgermeister und Landtagsabgeornete Radtke.

Das rund 1,1 Millionen Euro teure Projekt in Weißewarte soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. "Ich freue mich sehr", meinte Radke. "Auch wenn die Förderung für den Bau eines Baumkronenweges und eines Aussichtsturmes innerhalb des Wildparks auf Grund veränderter Richtlinien ausblieb."