Fleißige große und kleine Alikendorfer, vom Kind bis zur Oma, haben am vergangenen Wochenende eine besondere Osterdekoration für ihr Dorf geschaffen. Dafür verzierten sie rund 650 bunte Eier, die wiederum in einem riesigen Osterei aus Holz ihren Platz fanden.

Alikendorf l Auf ihrem Weg zur Arbeit fährt Annett Brandt täglich durch Schermcke. Dort entdeckte sie schon vor Jahren ein riesiges Osterei am Eiscafè des Ortes. Ein derartiges Ei für ihren Heimatort Alikendorf zu schaffen, geisterte ihr schon länger durch den Kopf. Jetzt naht erneut die Osterzeit und Annett Brandt wollte in diesem Jahr ihre Idee unbedingt in die Tat umsetzen. Sie sprach Kinder und Erwachsene an, rief sie auf, am 14. März mit bunten Plasteeiern in das Feuerwehrgerätehaus zu kommen.

Tatsächlich kamen Jungen und Mädchen, etliche Mütter und auch Omas, um Annett Brandt in ihrem Vorhaben zu unterstützten, dass riesige Osterei aus Holz mit bunten Eiern zu schmückten. Besagtes Riesenei hatte Detlef Heine gebaut. Im Feuerwehrgerätehaus hatten sich am Sonnabendnachmittag sozusagen drei Teams gebildet: Die eine Gruppe, vorwiegend Kinder, verzierten die Eier, bemalten oder beklebten sie. Das nächste Team bohrte Löcher in die Eier, damit sie aufgefädelt werden konnten. Die langen "Eierschlangen" wurden schließlich am Holzei befestigt. Team drei, bestehend aus Gisela Markmann und Annett Müller, ließ große Schleifen entstehen, damit das Riesen-Osterei weiter verziert werden konnte. Den ganzen Sonnabendnachmittag waren die fleißigen Helfer in der Osterwerkstatt beschäftigt. Am Sonntag trafen sie sich erneut, um das besondere Ei am Schützenhaus zu platzieren. Es wurde auf einen großen Strohballen gesetzt, den Siegfried Heine dort abgeladen hatte. "Günther Ilse hat uns Teile eines Baumes spendiert. Aus den Baumscheiben wurden zwei große Osterhasen gebastelt", berichtet Annett Brandt. Mit Primeln und Stiefmütterchen dekorierten die Alikendorfer Frauen das Osterei und fertig war die schicke Osterdeko für das ganze Dorf. Und daran können sich nun auch viele Autofahrer erfreuen, denn das riesige Osterei fand direkt an der Ortsdurchfahrt seinen Platz. Aber noch während die Frauen und Kinder fleißig bei der Sache waren, hofften sie alle, dass die Osterdeko hoffentlich von Vandalen verschont bleibt.

Der älteste Bewohner des Ortes, der über 90-jährige Ernst Andrä beobachtet am Sonntagnachmittag das geschäftige Treiben vor seiner Haustür und freut sich über die Aktion. "Schön, was die sich immer so einfallen lassen", meinte er mit einem verschmitzten Lachen.

 

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