Zu einem Großereignis hat sich der Maiglöckchenlauf in Hohendodeleben entwickelt. Die Organisatoren haben am Wochenende erneut eine logistische Meisterleistung vollbracht, sind nun aber an der Kapazitätsgrenze angekommen.

Hohendodeleben l Die Hohendodeleber Sportgemeinschaft Grün-Weiß ist bei der neunten Auflage ihres Maiglöckchenlaufes an ihre Grenzen gestoßen. "500 Läufer sind unser Maximum, mehr verträgt die Sporthalle und die Parkplatzsituation nicht", fasste Florian Zeugner als Vorsitzender der Sportgemeinschaft zusammen. Insgesamt wurden diesmal 513 Starter gezählt, die sich auf unterschiedlichen Strecken miteinander messen wollten.

Die hohe Starterzahl ist ein Zeichen dafür, dass sich der Hohendodeleber Maiglöckchenlauf mittlerweile weit herumgesprochen hat. Der Ursprung geht auf das Jahr 2006 zurück, als unter dem damaligen Vorsitzenden der Sportgemeinschaft Grün-Weiß, Peter Schellhase, die Idee des Laufes geboren wurde. Das Maiglöckchen wurde als Symbol gewählt, weil seine Farben den Vereinsfarben entsprechen.

Die Läufer nahmen teils weite Anfahrten in Kauf, um dabei zu sein. Den Schirm über alle wollte als Schirmherrin die Bürgermeisterin der Stadt Wanzleben-Börde, Petra Hort, halten, nicht zuletzt, weil sich die Wetterfrösche nur vage über die Regenwahrscheinlichkeit ausgelassen hatten. Wird sich das Wetter halten, fragten sich viele angesichts der dunklen Wolken kurz vor dem Start. Wie die Bürgermeisterin wünschte auch Ortsbürgermeister Werner Jander der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Schon ganz aufgeregt waren während der offiziellen Worte die Kleinsten im Teilnehmerfeld - nämlich die 69 Bambinis, die noch nicht einmal zur Schule gehen. Die beiden Kleinsten, die sich auf die 200 Meter lange Strecke begaben, waren nach Auskunft von Florian Zeugner gerade eineinhalb Jahre alt. Eine Medaille wird sie wie all die anderen Läufer noch in Jahren erinnern, dass sie beim Maiglöckchenlauf 2015 dabei waren.

Dichtes Gedränge herrschte auch bei den nachfolgenden Läufen am Start. So kämpften bei den beiden Läufen der Schülerinnen und Schüler, die über 850 Meter durchs Dorf führten, insgesamt 65 Mädchen und Jungen um die besten Plätze. 163 Läufer nahmen die Fünf-Kilometer-Strecke unter die Sohlen der Laufschuhe und 187 stellten sich der Herausforderung, die die Zehn-Kilometer-Strecke ihnen aufgab. Neun Walker und 20 Schülerstaffelteilnehmer machten das Teilnehmerfeld komplett.

Um das als Verein stemmen zu können, war eine logistische Meisterleistung notwendig. Florian Zeugner sprach deshalb im Namen der Organisatoren allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren seinen Dank aus.

 

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