Das Ordnungsamt der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben - Börde verteilt immer weniger Knöllchen. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 957 Verwarngelder wegen Falschparkens verteilt und insgesamt rund 11 692 Euro eingenommen. Vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 15 000 Euro, im Jahr 2006 sogar bei 20 000 Euro. Die meisten Verwarnunungen gab es übrigens wegen Parkens ohne Parkscheibe.

Wanzleben. Die Zahl der verteilten Knöllchen war in den vergangenen fünf Jahren noch nie so niedrig wie 2010. Nach einer aktuellen Bilanz des Ordnungsamtes wurden im vergangenen Jahr 957 Knöllchen verteilt. Vor zwei Jahren waren es noch 1120.

Ordnungsamtsleiterin Erika König führt die rückläufige Entwicklung auch darauf zurück, dass der kleine Stab an Mitarbeitern den Bereich des sogenannten ruhenden Verkehrs mitüberwachen muss.

"Das ist nicht so wie in Magdeburg, dass Politessen die Aufgabe allein haben. Wir erledigen die Verkehrsüberwachung ganz nebenbei mit. Aus diesem Grund ist es für uns zum Beispiel auch schwierig, gleich loszufahren, wenn ein Bürger der Einheitsgemeinde uns einen Falschparker meldet", erklärt Ordnungsamtsleiterin Erika König. Aus diesem Grund seien die meisten Knöllchen, wie in den Vorjahren auch, in der Ortschaft Wanzleben verteilt worden.

Die meisten Verstöße gab es laut der Bilanz mit 336 Fällen durch das Parken ohne gültige Parkscheibe. Die Ordnungssünder mussten in diesen Fällen fünf Euro für ihr Vergehen bezahlen. Die Zahl der Parksünder mit einer abgelaufenen Parkscheibe lag übrigens bei 29 Fällen.

Der zweithäufigste Grund beim Falschparken ist das Abstellen des Fahrzeugs in einem verkehrsberuhigten Bereich außerhalb der gekennzeichneten Flächen. Insgesamt wurden dafür 102 Knöllchen ausgegeben. Die Falschparker mussten jeweils zehn Euro Strafe zahlen.

77 Fahrzeugführer wurden dabei erwischt, wie sie mit ihrem Wagen entgegengesetzt zur Fahrtrichtung parkten. Der Verstoß wurde jeweils mit 15 Euro geahndet.

Wegen verbotswidrigen Parkens auf dem Gehweg haben die Mitarbeiter des Wanzleber Ordnungsamtes 64 Autofahrer mit jeweils 15 Euro zur Kasse gebeten. Elfmal parkten Autos an engen sowie unübersichtlichen Stellen und wurden mit 15 Euro Verwarngeld zur Verantwortung gezogen.

In fünf Fällen parkten Autofahrer unerlaubt auf einem Sonderparkplatz für Schwerbehinderte und mussten dafür 35 Euro zahlen.