Zwar hat die Zahl der Unfälle auf den Autobahnen 2 und 14 im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Börde zugenommen, es wurden aber im Vergleich zu den Vorjahren weniger Personen getötet. Während die Zahl der Schwerverletzten leicht zunahm, sank die Zahl der Leichtverletzten. Insgesamt schätzt Johannes Stoye, der im Autobahnpolizeirevier für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, das Ergebnis als positiv ein.

Irxleben. 2 136 Verkehrsunfälle mit fünf Toten, 89 Schwerverletzten und 239 Leichtverletzten – so lässt sich die Bilanz für die Autobahnen 2 und 14 im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Börde für das Jahr 2010 zusammenfassen. Eine positive Bilanz, wenn man bedenkt, dass allein auf der Autobahn 2 pro Jahr über 24 Millionen Fahrzeuge unterwegs sind. Im Jahr 2010 war erneut ein Anstieg des Lkw-Anteils von 29 auf 32 Prozent zu verzeichnen. Zu Spitzenzeiten sind sogar 50 Prozent aller Fahrzeuge, die hier unterwegs sind, Lkw. "Wir haben bei den Verkehrsunfallzahlen zwar einen Anstieg von 14,4 Prozent, aber das führen wir auf den Dezember mit seinen winterlichen Straßenverhältnissen zurück", erklärte Pressesprecher Johannes Stoye. Zum Vergleich: Waren es 2009 im Monat Dezember allein 209 Unfälle, musste die Autobahnpolizei im gleichen Bereich im Dezember 2010 324 Unfälle aufnehmen. Der überwiegende Teil waren aber Unfälle mit Blechschäden.

Auch wenn Stoye den Anstieg der Unfälle mit Lkw-Beteiligung (2009: 542; 2010: 774) sieht, dann fällt sein Blick auf den Dezember. 150 von den 324 aufgenommenen Unfällen in diesem Monat seien durch Lkw-Fahrer verursacht worden. "Viele hatten sich schlecht an die Witterungsverhältnisse angepasst, sind nicht die vorgegebene Richtgeschwindigkeit gefahren und sind dann ins Rutschen gekommen", so Stoye weiter.

Bei den Hauptunfallursachen liegen nach wie vor die Geschwindigkeit mit 34 Prozent und der unzureichende Abstand mit 28 Prozent an der Spitze. Insgesamt sind 1 006 von den 2 136 Verkehrsunfällen diesen Unfallursachen zuzuordnen. Die Zahl der Wildunfälle war im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr abermals rückläufig. Hier sank die Zahl von 159 auf 135, also um 8,8 Prozent. Das ist auch Maßnahmen wie dem Aufstellen von Wildzäunen geschuldet. Die meisten dieser Unfälle wurden durch Fuchs und Reh verursacht und sind nicht in die Kategorie "schwer" einzuordnen.

Allerdings macht sich auch der Kontrolldruck und die immer besser werdende Ausstattung der Fahrzeuge bei der Bilanz bemerkbar. "Immer mehr Fahrer halten sich auch an die vorgegebene Geschwindigkeit", lobte der Pressesprecher, der auch erklärte, dass die Beamten des Autobahnreviers bei Kontrollen auf Landes-, Bundesstraßen und Autobahnen im vergangenen Jahr über 8 000 Fahrzeuge überprüft haben. Über 3 000 Fahrzeuge wurden beanstandet, die wenigsten aber wegen technischer Mängel. Das waren 591 Fahrzeuge. Die meisten Fahrzeugführer hatten gegen die Regelungen für die Lenk- und Ruhezeiten verstoßen. Dabei wurden insgesamt 13 716 Verstöße registriert.

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