In der Oschersleber Lindenstraße sollen noch in diesem Jahr von der Einfahrt Gartenstraße bis in Höhe Sparkasse die Fußwege sowie die Fahrbahnoberfläche erneuert werden. In den vergangenen Tagen sind dort deshalb bereits zehn Linden gefällt worden.

Oschersleben. Bei nur einer Gegenstimme hat der Oschersleber Bauausschuss Dienstagabend die Neugestaltung der Nebenanlagen eines Abschnitts der Lindenstraße auf den Weg gebracht.

Für etwa 125 000 Euro sollen dort in diesem Jahr von der Gartenstraße bis zur Sparkasse unter anderem die Gehwege befestigt und mit Natursteinpflaster eingefasst werden. Geplant ist zudem die Befestigung der Zufahrten, ein neuer Bordstein sowie die Erneuerung der Beleuchtung und der Fahrbahndecke.

Auch sollen im Zuge dieser Arbeiten Winterlinden gepflanzt werden. Und zwar als Ersatz für die zehn Linden, die dort in den vergangenen Tagen gefällt worden sind. "Der gesamte Baumbestand wurde auf Grund der Vorschäden der Bäume und zur Errichtung eines einheitlichen Erscheinungsbildes bereits entnommen", hieß es in der angenommenen Beschlussvorlage, in der unter anderem weiter steht: "Die alten Bäume wiesen infolge eines häufigen Rückschnitts eine Ständerbildung auf. Daraus resultierte eine erhöhte Bruchgefahr."

"Ich bin noch immer schockiert über die Fällaktion und über die Begründung", sagte Ausschussmitglied Lieselotte Drohberg (Bündnis 90/Die Grünen), die die Kopfschnitte, mit denen in Oschersleben Bäume gepflegt werden, kritisierte. Woraufhin Torsten Schubert (CDU) zum einen davon sprach, dass es zum Thema Baumpflege "tausend Meinungen" gebe. Zudem erinnerte Schubert daran, dass im Rat einmal beschlossen worden sei, bei der Erneuerung von Straßen auch die Bäume zu erneuern. "Das ist auch sinnvoll", so Schubert. Worin ihm Bürgermeister Dieter Klenke Recht gab: "Wir müssen uns damit abfinden, dass Bäume mitten in der Stadt nicht so alt werden wie im Park oder Wald."

Und außerdem würden in der Lindenstraße wieder genauso viele Bäume gepflanzt werden, wie dort gestanden haben.

Auch dann, wenn mit der jetzt vorgesehenen Sanierung der Nebenanlagen auf der Ostseite in Höhe des Telekom-Grundstückes zwei bis drei Parkbuchten gebaut werden.