Oschersleben. Der frühe Wintereinbruch Ende November sorgte für eine Verzögerung im Bauablauf des Mehrgenerationenhauses der Oschersleber Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Bewos am Seiler Weg. "Wegen des strengen Frostes mussten wir im Dezember einen Baustopp verhängen", sagte gestern Bauleiter Andreas Groß. "Die dadurch eingetretene Verzögerung beläuft sich auf acht Wochen", beschrieb Bewos-Geschäftsführer Hans Walker die Auswirkungen des frühen Winters, der der Gesellschaft finanzielle Einbußen durch fehlende Miet- einnahmen bringen werde. Ob es auch Auswirkungen auf die Höhe der Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro geben werde, könne Walker heute noch nicht sagen.

Mittlerweile dreht sich der Baukran wieder am Seiler Weg. Die Bauleute waren gestern dabei, die Eisenstützen an der Industriefassade zum Kreisverkehr hin zu entfernen. Die unter Denkmalschutz stehende Fassade ist über Ringanker mit dem neuen Baukörper verbunden und in ihrer Standfestigkeit nicht gefährdet. Bauleiter Groß rechnet damit, dass der Gehweg vor der Fassade spätestens am Dienstag der kommenden Woche wieder für die Benutzung freigegeben werden kann. Dann werden sich die Bauarbeiter der Sanierung der Fassade widmen, wobei die noch aufzustellende Rüstung durch einen davorstehenden Zaun gesichert wird.

Demnächst beginnen die Bohrungen, die in bis zu 100 Metern Tiefe die Erdwärme für die Wärmeversorgung des Hauses anzapfen sollen. Neben dem Konzept des altersübergreifenden Wohnens setzt die Bewos auf die Verwendung von regenerativen Energien.

Bewos-Chef Walker hofft, die Mieter der 15 Wohnungen, die Flächen von 51 bis 69 Quadratmetern haben, können im September einziehen. "Wir sind gerade dabei, die Vorverträge abzuschließen", sagte er.

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