Der 1. Mai stand im Zeichen gleich mehrerer Veranstaltungen in der Bodestadt. Der Oscherslebener SC bot ein großes Sport- und Familienfest, während Parteien zur Maifeier und zum politischen Frühschoppen einluden.

Oschersleben. Ganz unpolitisch ging es beim Oscherslebener SC zu, der zum großen Sport- und Familienfest eingeladen hatte. Während dort die ganz kleinen Fußballer aus der G-Jugend um einen Platz auf dem Treppchen kickten, unterhielten sich die Eltern am Spielfeldrand und feuerten fleißig an.

Für das Turnier waren Mannschaften aus Haldensleben, Ausleben, Niederndodeleben und Oebisfelde nach Oschersleben gekommen. Spaß gab es außerdem jede Menge beim Sportmobil inklusive Hüpfburg von der Sportjugend, am Stand der Verkehrswacht sowie mit den OSC-Volleyballerinnen, die Kinderschminken und lustige Spiele vorbereitet hatten. OSC-Präsident Joachim Kunkel zeigte sich zufrieden mit der Resonanz - etwa 400 Besucher wurden gezählt - und dankte den Helfern: "Ich freue mich über die gesamte Gruppe des Vereins, die den Grill und die Organisation fest im Griff hat."

Während im Jahnstadion Tore fielen, wurde an der "Alten Schmiede" gerade Deftiges auf den Grill gelegt. Vor der Gaststätte hatten sich rund 20 Mitglieder des SPD-Ortsvereins zum politischen Frühschoppen zusammengefunden. Ein Thema brannte den Sozialdemokraten auf den Nägeln – die Debatte um die mögliche Freibadschließung. Wolfgang Zahn und Burkhard Kanngießer sagten, dass die Fraktion derzeit konstruktiv Vorschläge erarbeite, wie die Schließung verhindert werden könne.

Während die SPD insgesamt doch eher unter sich blieb, konnten die Linke-Landtagsabgeordneten Guido Henke und Gudrun Tiedge im Wiesenpark an der "Waldschänke" zahlreiche Besucher begrüßen. Auch Linke-Bundestagsabgeordnete Rosemarie Hein war in den Wiesenpark gekommen, um von ihrer täglichen politischen Arbeit zu berichten. Sie betonte insbesondere den Wert von Bildung, damit junge Menschen fit für den Fachkräftemarkt werden. Sie kritisierte, dass in der Statistik der Arbeitslosenzahlen viele Menschen herausgerechnet werden und beharrte auf die Notwendigkeit eines Mindestlohns. Insgesamt appellierte sie an ein "solidarisches Miteinander in Deutschland".

Um die Meinung der Oschersleber zur Politik in Deutschland zu erfahren, will sie übrigens am 19. Mai auf dem Marktplatz eine Sprechstunde anbieten.

 

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