Der Ummendorfer Gemeinderat hat während seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt, um den Ort ab dem kommenden Jahr energietechnisch teils neu zu erschließen. Den Anfang macht die Grundschule, deren Wärmeversorgung dann von der hiesigen Biogasanlage aus erfolgt. Weitere Einrichtungen und auch Privathaushalte sollen später ebenfalls angeschlossen werden.

Ummendorf. Von einem "weitreichenden Beschluss, der einstimmig gefasst wurde" spricht Bürgermeister Reinhard Falke. Gemeint ist der Abschluss eines Wärmeliefervertrages zwischen der Gemeinde und der Biogas Ummendorf GmbH, ein Unternehmen der ortsansässigen Agrargenossenschaft. Diese Vereinbarung besagt, dass der Wärmebedarf der Grundschule (Brauchwasser und Betrieb der Heizungsanlage) künftig von der Biogasanlage abgedeckt wird. "Wir haben lange darüber geredet, jetzt wird das Projekt schrittweise umgesetzt", so Reinhard Falke, der darüber hinaus betont: "Die Grundschule ist das erste Objekt, das angeschlossen wird, die weiteren öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde sollen folgen. Und wir sparen damit bares Geld."

Im Vergleich mit den derzeit anfallenden Wärmekosten bringe der Weg über die erneuerbare Energie eine Ersparnis von 25 Prozent – Tendenz steigend, da eine Preisgarantie über zehn Jahre im Vertrag inbegriffen ist.

Bis die Versorgung umgestellt werden kann, müssen noch einige Bau- und Erschließungsvoraussetzungen erfüllt werden. Diese, so macht der Bürgermeister deutlich, würden dank staatlicher Förderung allein vom Anbieter getragen, die Gemeinde sei an den Kosten nicht beteiligt, als Abnehmer müsse man lediglich den Umschluss am Objekt selber zahlen. Zu den Bauarbeiten, mit denen in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden soll, zählen die Erweiterung der bestehenden Biogasanlage, die Errichtung eines Blockheizkraftwerks, das Verlegen isolierte Wärmewasserleitungen sowie das Aufstellen von Übergabestationen an den Abnehmer- objekten.