Einen erneuten Vorstoß für die Umgestaltung des Lindenplatzes will die Ortschaft Groß Santersleben in diesem Haushaltsjahr wagen. Bisher sind Förderbescheide für das Projekt ausgeblieben. Doch ohne Fördergelder kann das Vorhaben nicht realisiert werden.

Von Maik Schulz

Groß Santersleben. Pläne zur Umgestaltung des Lindenplatzes gibt es bereits seit gut zwei Jahren. Nach der Straßensanierung und der Fertigstellung von Feuerwehrhauses und Hopfenhaus wäre die Platzgestaltung das I-Tüpfelchen auf die Verschönerung des historischen Dorfkerns.

Pläne im Frühjahr 2009 bereits vorgestellt

Im Frühjahr 2009 hatte der von der damals noch selbständigen Gemeinde Groß Santersleben beauftragte Planer Hartwig Borrmann den Gestal- tungsentwurf für den Lindenplatz in der Ratsrunde vorgestellt. Der Gemeinderat hatte dem Entwurf zugestimmt.

Der wegen des unterschiedlichen Baumbestands und wegen des in die Jahre gekommenen, lädierten Denkmals- bereichs unübersichtliche Eindruck des Lindenplatzes sollte dem Planer und Gemeinderat zufolge eine Neugestaltung erfahren. So wurden bereits 17 Bäume, vor allem Birken und die meisten Nadelgehölze, gefällt. Die dem Platz den Namen gebenden großen Linden blieben erhalten und sollen durch junge Linden ergänzt werden. An den Grundstückszufahrten an der Südseite des Lindenplatzes soll die Bepflanzung mit Bäumen alleeartig erfolgen, Pyramideneichen und Rosskastanien säumen im Projektentwurf die Zuwegungen.

Laut dem Entwurf des Planers (Skizze oben) soll das Denkmal als architektonische Besonderheit des Platzes neu geordnet und aufgewertet werden.

Säuleneichen und ein Carré aus Granit

Dazu gehört eine Neuanordnung der umher liegenden Steine. Ein kreisförmiger Splittweg, umsäumt von einer Buchsbaumhecke, rahmt das Denkmal ein. Zwei Säuleneichen könnten es optisch hervorheben. Auch eine Auffrischung der Inschrift des Denkmals ist vorgesehen.

In der Mitte des Lindenlatzes – zwischen dem Mammendorfer Weg und der Zuwegung zu den Gebäuden – soll ein Carré aus Granit gepflastert werden, auf dem Steinblöcke mit Holzbänken zum Verweilen einladen. Die große Linde auf der anderen Seite des Mammendorfer Weges wird eine Rundbank erhalten.

Die geschätzten Kosten betragen etwa 40 000 Euro. Fördergelder sind in Höhe von 14 000 Euro beantragt worden und sollen bei Bedarf erneut beantragt werden.